Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Mythologie der christlichen Kunst von der ältesten Zeit bis in’s sechzehnte Jahrhundert
Person:
Piper, Ferdinand
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1027018
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1028471
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Die 
vier Elemente. 
Die 
Lehre. 
Die heilige Schrift befasst das Universum unter der 
Eintheilung von Himmel und Erde. S0 nennt ES die 
Schöpfungsurkunde. Und wenn in den Psalmen Gott als 
der Allmächtige, als Schöpfer verherrlicht wird; so lieisst 
es, dass Himmel und Erde ihm gehören (Ps. 89,  
dass er Himmel und Erde gemacht hat (Ps. 121, 
2. 124, 8. 134, 3.) 1); von Gott dem Allwissenden 
wird gesagt, bei Jeremias (23,  dass er Himmel und 
Erde erfüllt:  und Jesaias ruft Himmel und Erde auf, 
indem er der ganzen Welt die Rede Jeh0va's kund thun 
will (Jes. 1,  S0 wird auch Himmel und Erde als 
der Schauplatz des Reiches Gottes bezeichnet (Ephes. 1, 
10.) und die zukünftige Welt als ein neuer Himmel und eine 
neue Erde aufgefasst. (2 Petr. 3, 13. Offeub. 21,   
Hiernach sind auch von spätern Kirchenlehrern Himmel 
und Erde die beiden Elemente (droqgsm, elementa) der 
Welt genannt 2). 
Doch schon das Alte 'l'estament fügt ein drittes 
Element hinzu, indem es die Erde unterscheidet als Wasser 
und festes Land. Also wie auch in der lebendigen Crea- 
tur drei Klassen unterschieden werden: die Fische des 
Meeres, die Vögel des Himmels und die Thiere der Erde 
(1 Mos. 1, 26. 28. Ps. 8, 8.  so erscheint auch das 
[lniversuixi als ein dreifaches, als Himmel, Erde und 
Meer umfassend. (2 Mos. 20, 11. Ps; 146, 6. Jonas 1, 9.) 
Das ist die Eintheilung der Welt, wie wir sie in 
den bisher erörterten Kunstdenkznälern befolgt finden, 
1) Eben so in dem Segen Blelchisedeks, 1 Mos. 14, 19. vergl. 
v. 22. und in dem Gebet Hiskiifs, Jes. 37, 16. 2. Kön. 19, 15. 
2) Theodoret an dem oben S. 11. a. 0. Philastr. De haeres. 
c. 80. p. 153. ed. Fabr. Gennad. De eccles. dogmat. c. 37 
(al. 70).
        

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