Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Das höfische Leben zur Zeit der Minnesinger
Person:
Schultz, Alwin
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1000521
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1001683
Panzerung des Rosses. 
Eis end ecke lag noch eine andre aus dickem 
Gewebe, das Scheuern des Eisens zu mildern  
über dieselbe wurde eine Sammtclecke (die 
covertiure) gebreitetz), Welche die Farbe des 
Wappenschildes zeigte und gewöhnlich noch 
mit Wappenbildern 3) (Fig. 61. 62) oder Devisen 
(s. Titelblatt) und den beliebten Schellen 4) ver- 
ziert war. Der vor dem Sattel befindliche Theil 
derDecke heisst Brusteni erö) (afr. coliere) ü), 
der andere, welcher den Bug des Pferdes be- 
schützt, air. croupi ere 7), mhd. gröpiere S). 
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Fig. 61. Siegel Raylnonvfs VII. 
Grafen von Toulouse 1228. 
dextraque levavit Tecturam funibus quae latis ferrea latam Ventrem velat equi 
teneroque sub inguine dextra Mucronem impegit. 
1) Titur. 1221: Drivalt hiezer verdecken sin ors der furste knne, Von pahnat 
uberstrecken und ysen druf daz dritte samit gruene. 
2) Parz. 211, 6: Von samit ein decke röt Lac üf der iserinen.  Willeh. 395, 
5 (vgl. S. 84, Anm. 3).  Wigal. p. 278, 32: Der riter ors waren bereit Üf iegli- 
chez zwö decke geleit Von isen und von pfelle.  Meleranz 5018: Uf daz iser 
was gestrecket Ein samit grüen als ein gras.  Athis B 66: Ein guot march hete 
er bescritin Virdaht mit zwein deckin. 
3) Lanz. 4414: Mit einer isern kovertiure Ez was bedaht üf den strit. Dar obe 
lac ein samit Geworht grüene als ein gras. Sin wafen ouch dar an was, Röte 
lewen von golde.  Engelh. 2528: Des covertiure was gebriten Von siner fron- 
wen an der rain. Ouch was sin wapenroc alsam Gedrungen mit der spalten; (die 
Inschrift 2554:) Friunt, got laze dich behahen Heil und ganzer swlden kraft Üf 
minne unde üf ritterschaft.  Blancandin 1200: La vesteüre del destrier Font les 
dames apareillier, Tote fu broudee a orfrois.  Willeh. 33, 16: Mangen pfelle 
lieht gemal Ir ors truogen ze kleiden; 360, 14; 364, 15.  Frauend. p. 296, 24: 
Mir was ein vil guot Scharlach braht; Dar üz diu decke was gesniten Lanc unde 
wit nach meisters siten, Gehowen meisterlich genuoc, Gez egelt höch unz üf den 
bnoc. Mit porten gar von golde rich Was si gegetert meisterlich. Ie swa der gater 
zesamen gie, Von silber rösen dort und hie Warn dar üf vil wol geslagen, Sö 
daz er muoste wol behagen. Der rösen was diu decke vol, mit gel zendal ge- 
furrirt wol. 
4) Walberan 887: Diu deck diu üf dem rosse erschein, Diu was lüter unde 
rein, Reht als der wafenroc sin; Mane und steme guldin, Dar an hiengen schel- 
len.  Rom. de Troie 23371: Coverz fu toz d'un drap de soie, Qui plus que Hors ne 
neis blanchoie -C- escheletes cler sonnanz Petites d'or, nongaires granzI atachent. 
5) Titur. 4690: Ob die orss bi leben da beliben, Daz musten gute brustenier 
da wenden. 
6) Parton. 3139: Desos les iols fiert le ceval Que le musel enlporta aval, Et 
ne remaint por la coliere Que dusqrle es dens li brans ne üere- 
7) Percev. 32468: De cendal erent les crupieres Et les colieres ensement.  
Parton. 6784: Et fors escus et beles seles Orupieres bones et colieres Qui seront 
de fer et legieres. 
8) Wigal. p. 54, 35: Ein ros, daz was bedecket gar Mit einer gröpiere.  
Cröne 731: Decke und cröpiere (statt: tropiere).
        

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