Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Das höfische Leben zur Zeit der Minnesinger
Person:
Schultz, Alwin
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1000521
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1001615
der 
Bezeichnungen 
Hemldik. 
Die heraldische Terminologie lässt sich auch leidlich feststellen. In 
der Länge getheilt (parti) heisst "gehalbieret" 1). Die Verticalstreifen des 
gespaltenen Wappens werden "Striche" 2) genannt; der Querstreifen des 
getheilten Schildes heisst ebenfalls wstrich" 3) oder „strife"4), der Schräg- 
balken Hbarm), „schranc"ß) oder gleichfalls „strich"7). Der Löwe von 
Thüringen ist weiss und roth gestückt (stückeht, Turnei 484). Die 
Theilung "gevieret" (äcarteleß) kommt auch vor, ebenso geSchachtQ) 
und gewecket (lozange) 10). 
1) Reinfr. 831: Man sach daz im die schilte (von Braunschweig) Geteilet 
Waren in zwei vach, Von obene dur des randes tach Gehalbieret dur den spiz. 
Von Arabi gap liehten gliz Daz ein vach von dri stücken. Daz golt sich under- 
drücken Niht lat mit keinem glastc. Von zobel glizzen vaste Drin ander stucke 
gezilt. S6 fuorten si den halben schilt Geworht mit höhem fiize. Von f inen berlen 
wize Was daz ander überleit Und was nä. Wunsch dar in gespreit Von rubin röt 
ein halber ar.  Troj. 36120: Halp silberwiz und halber golt Was der schult etc. 
2) Turnei 638 (Graf von Blois): Sin schilt mit siben strichen was Vil W01 be- 
decket über al, Die durch in giengen hin zetal, Als in diu wäre schult gcböt. 
Von kelen viere waren röt Und waren dri vech unde bunt; 646: Entwerhes über 
die breite sin Gestrecket was mit solde Ein stücke licht von golde, In dem die 
siben striche Da giengen wunnecliche Dar inne gein der spitze; 682.  Reinfr. 
1513: Dar üz ab des schiltes tach Von golde ein strinlel, diu brach Von obnen 
ab unz in diu spiz.  Die Spitze ist der untere Winkel des Schildes; die Orte 
sind die Ecken an der Oberkante. 
3) Troj. 31666: Sin ober teil was röt von kelen, Dar under swarz von zobele 
Schein Und lac emnitten bi den zwein Ein strich, der was gar wiz hermin. Üf 
disen velden allen drin Von golde swcbte ein adelar. 
4) Schwanr. 911; Turnei 402: striicht. 
5) Frauend. p. 295, 21: Din (baner) was gesniten wol ze Hiz Von einem zen- 
aal, der was wiz; Dar durch von zendal swarz gevar (lesniten spannen breit zwö 
bar Schipfes nach dem swert zetal. 
6) Troj. 32413: Und fuorte in eime schilte blanc Von lasür einen bläwen 
schranc, Der schein wol einer spannen breit. 
7) Turnei 660: Sehs üz erwelte striche Den schilt sin überviengen Und von 
sim orte giengen Schön und lobelichen da. Dri wären güldin und dri bla; 612: 
Entwerhes von dem orte gienc Bis an die spitze ein röter strich.  Enf. Ogier- 
5152: D'or et d'azur ert ses escuz bendes De -xij- pieces, c'est line verites. 
8) Turnei 548 (Spanien): Üf sime schilte erlühten vier Stücke, als im daz reht 
geböt: Zwene waren wiz, zwei waren röt Und liezen sich da melden. In den zwei 
röten velden Geleit alsam ein licht rubin Zwö bürge wären güldin. Dö sach man 
üz den wizen Da zwene löuwen glizen, Die lühten swarz reht als ein brant; 664: 
Nü stuont der schilt gevicret Nach kostbaerlichem ilize Mit röte und ouch mit 
wize Und underbriten swarz und golt. 
9) Turnei 594: Blanc und röt schachzabeleht Wart sin glanzer schilt gesehen. 
Ein ort lie sich dar inne spehen. Daz was mitalle wiz hermin, Dar üz diu klei- 
nen zegelin Des hermelines lühten, Die swarz geverwet dühten, Sam ein 
schinat unde ein kol. 
10) Troj. 3812: Waz wapencleit er fuorte, Daz enmac ich niht verheln. Von 
zobele warens und üz keln Gesniten weggeht under ein, S6 daz da swarz
        

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