Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Das höfische Leben zur Zeit der Minnesinger
Person:
Schultz, Alwin
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1000521
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1001151
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Wams. 
Alcotton. 
Kasagän. 
Gebrauch machte. Aber auch auf dem Verduner Altar von 1181 zu 
Klosterneuburg sehen wir einen Soldaten mit einer solchen Beinrüstung 
dargestellt (s. Fig. 9). 
Nachdem die Hosen angelegt waren, zog man 
einen Rock an, der ebenfalls stark mit Werß" oder 
 f v 
r ähnlichen Polstermittelxi ausgefüttert War. Diese bis 
 über die Hüften herabreichende Jacke 1) ist das Wanis 
da:  (mhd wanibeis?) afr 6a 1b i )3 7ie li 1 "l l' l 
    f ,  g n as   m 01 a1n 101 
äiläi muss die Jope 4) gewesen sein. Orientalischen Ur- 
  sprungs ist wohl der Alcottonä) (afr. auqueton), 
 vielleicht ein mit Baumwolle wattirtes Unterkleid, da 
 arab. Al kotn Baumwolle bedeutet. Von diesen Steph- 
 rocken wohl zu unterscheiden 1st das Kasagan"), 
Ö ä  welches man als leichte Rüstung anlegte, das aber 
1„  kaum geeignet war, im ernsten Kampfe hinreichenden 
 A  Schutz zu gewähren. Wie Wolfram es beschreibt: 
F39 9: Klo'itemeu_ ,lvon samit ein casagän Ein pfellel drunde was getan, 
bmge" Emml-Altar- lser unde palmat Da zwischn gesteppet und genat", 
1) Guill. d'Orenge H, 511: De inon hauberc covcrt la. feutreure.  Oröne 
2862: Ein wainbeis wart ime gesnocht Von einem lauckernan bläLTlC, Einer spannen 
von dem gurtel lanc Under einen halsperc. 
2) Cröne 18190: Ein Wambeis und ein collieir.  Lenz. 3810: Schilt, banier, 
isenhuot, Cleiniu wambztsch, snelliu ros. 
3) Gaydon p. 278: Vestent gambais pourpoins inenuement.  Villehardouin, 
Conq. 168: Et ne fu armez que d'un gamboison et d'un ehapel de fer, son escu 
ä. son ool.  Percev. 2247: Une cote nionlt aaisie De dras de soie gmnbisie Que 
desous son hauberc vestoit Li chevaliers.  Ren. de Mont. p. 31, 25: Et la broine 
de] des li copa im volee Et gambais et curie et 1a pelice lee. 
4) Willeh. 356, 7: Guote jopen und häberjiel.  Herz. Ernst D 2536: Zcwey 
cleyne iopel pfellin. 
5) Matth. Paris 1190: Saladin schenkt dem König Richard Löwenherz Gold 
etc.: et quod erat charissiinuin: unnin Alcattoneni satis levein nullo spiculo 
p6net1'a,bilem_- Ferguut 4603: Hi dede hem an je acottoen, Daer boven hiet hi 
hem andoen Enen lmlsberch sabellijn.  Godefr. de Bouillon 31432: Quauces de 
üer caucha, et esporons d'ormier Ung aucqueton d'or F111 et bon haubiert doublier; 
34305: Par-dessus Paucqueton le haubieit endossa.  Gayclon p. 196; Sor l'au- 
queton qui d'or fu pointurez Vesti Pauberc.  Ohren. des ducs de, Norm. ll, 3624: 
Dunc vestirent les aucotuns E les haubers desus, tresliz; 21656: Faussent osberc e 
ztucoton. Cf. 22286; 32785. Als Hugo Graf von Meine die Rüstung ausgezogen hat, ist 
er nur mit einem „mult cort avncoton" bekleidet und hat weder Wsoller ne eschalain" 
(ib. 28506; 28510).  Huon de Bord. p. 57: L0 lmnberc trence, Tiauqueton a1 eope. 
0) Willeh. 406, 6; 407, G.  Henri de Valenciennes, hist. de Pempereur Henri 
511: Kaiser Heinrich von Constantinopel befreit 1207 einen seiner Ritter aus dem 
Getümmel einer Schlacht gegen die Bulgaren „et li empereres nieismes i ala. auques 
folement: car il n'a.voit de garnison por son cors ä eel pointke un seul gasygan".
        

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