Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Das höfische Leben zur Zeit der Minnesinger
Person:
Schultz, Alwin
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1000521
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1004663
Schutzmithe] 
Belewernnwsnnmschinen. 
D D 
383 
Holzmassen herabschleuderte1). Waren die Maschinen aber gut mit 
rohen Häuten bekleidet, so hielt es schwer, sie anzuzünden. Man ver- 
suchte dann, sie zu zerschmettern, und schüttete grosse Fässer voll 
schwerer Steine von der Mauer 2) oder liess einen starken Balken wie 
den Klotz einer Ramme (den Ramrnbär) hinztbthllen"). Schon Vegetius 
(IV, 23) giebt den Rath, im äussersten Nothfalle Marmorsäulen auf 
die Belagerungsbauten zu werfen. 
Die Wirkungen des Widders schwächte man, wie dies auch 
Vegetius empfiehlt (IV, 23), dadurch, dass man Polster oder Faschinen- 
bündel vor die Mauer hing 4); die Fallbrücke des Thurmes suchte man 
zu zerstören 5). 
1) Heinr. Chron. Livon. U], e. 28, 5: Ad horanr itaque nonam Estones ma- 
gnos incendunt ignes, fbranien in inunitione magnum aperiunt, de quo rotas igni- 
bus hnpletas demittentes super turrim (lirigunt lmignasque lignorum strues super- 
adiciunt. Sed fortes armati christianorum ignes diripiunt, rotas destruunt. 
2) Ann. Parni. maj. 1326: Illi vero de Castro (Bargoni) habebant ad palancata 
vcgetes et scrineos plenos: de lapidibus, quas demittebant cadere contra nostros. 
3) Wigal. p. 274, 5: Die müre was behangen Mit grözen bloehen sinwel. Diu 
waren an der wer sö snel: Swenne ieman an den graben gie Und man din bloche 
vallen lie, S6 hurten si di vinde wider In den tiefen graben nider. Da von den 
lip vil maneger vlös Des hant vil vaerlich ende kös; p. 279, 30: Die sarjande an 
den graben Mit antwerke giengen, Dar üf si enpiiengen Diu bloch, sö man diu 
vallen lie.  Godefr. de Bouillon 20671: Mais ly Sarrasin ont une piesche coisie 
Qui fu d'un gros mairien du bois de Betanie Par dessus les crestiaus fu la piesche 
anpoiie -Xxx- pies ot de lonc, pesans fn et i'm-nie; Par dessus nostre gent Pont aval 
trebucie. 
4) Alb. Aqu. VI, 9: Tandem Sarracemii hoc impetü et iaetu perspicientes 
muros graviter concuti et minui, saccos, stipula paleaque refertos, ac navium funes 
magnae grossitudinis, strictim densatos muris et moenibus afügentes, opposuerunt, 
qnatenus impetum et iactum mangenarum molliter exciperent et nequaquam muris 
moenibusque nocerent.  Laurentii Veronensis De Bello Balearico lib. IV (ed. 
Migne, Patrologiae Oursns Comp. Series secunda, CLXIII, 558, A): Protegitur mu- 
rus pannis latisque tapetis, Et turres habuere sui munimina vestes, Fulcraque 
collatae luserunt saepins ictus Molis, et appositae texerunt caetera crates.  
Ottokar von Steier CCCXIII: Wie er dew mawr möcht zeprechen Dez heten sein 
maister gawm: Si hiesszen wurchen ainen pawm, Der was grozz und lankch, Starkch 
und nicht krankch; Nach ler der maister weisen Ward er beslagen mit eisen Und 
an dem ort aber a1 Mit wechseln ekehel unde stachel. Daz geschach durch den 
geniez, Wo man danlitq an stiez Mit chraft, da. viel die mawr nider. Dagegen 
drnngen, sy her wider Ain werch, daz was spehe. Gerten starkch und zehe, Da- 
von si ain hurd flechten Drivalt, damit si pedakchten Dew mawr, so man daran 
wolt stozzen. An starkchen sailen grozzen Die hurd sie herab hiengen, Darauf 
si die stozz empfiengen, Die man Wolt an die mawr tun. Do hiez kunig Ruedolfs 
sun Wurchen eine sichel (an langem Stiele und mit derselben die Seile durch- 
schneiden).   
5) Guiart I, 3619: A coignies trenchanz et cleres A haches et  doloueres 
Desqueles granz colees baillent. LÜS estaches du pont assaillent.  Vgl oben S. 369.
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.