Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Das höfische Leben zur Zeit der Minnesinger
Person:
Schultz, Alwin
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1000521
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1004645
AbWOhI 
Stürmench 
381 
Nalnens 
Stamura 
den 
VOII 
den 
Deutschen 
erbauten 
Bercfrit 
(Boncampagni, cap. 3).  
Wie die Belagerten auch durch geschickt dirigirte Schüsse mit 
ihren Wurfmaschinen die Arbeiten des Feindes stören können, das 
bewiesen die Türken in Akka, die mit ihren Petrarien viele der von 
den Christen erbauten Geschütze ruinirten (ltin. Reg. Ric. l, 47). 
Kamen die Belagerer näher an die Mauer heran, so suchte man 
sie durch die auf den Zinnen gedeckt aufgestellten Bogen- und Arni- 
brustschützen zurückzutreiben  Sobald der Feind dicht an die Festung 
vorgedrungen ist, wird er von den Zinnen mit Geschossen aller Art 
überschüttet. Die Schützen blieben in fortdauernder Thatigkeit und 
die Schleuderer suchten jeden, der sich aus seinem Schutzdache hervor- 
wagte, zu treffen; dazu warf man jetzt grosse Steine von den Mauern 
(läzsteine), die man schon vorher dort parat gelegt hatte 2). Frauen 
trugen stets neue Steinmassen herbei 3), die dann, durch die Machicoulis 
geschüttet, dicht an der Mauer niederiielen und die Mineure tödteten. 
Geschmolzenes Blei, Pech und Schwefel, heisses Wasser, siedendes Oel, 
zugespitzte Pfähle 4), ja auch Bienenstöcke wurden auf die Belagerer 
geworfen 5). 
1) Troj. 25'128: Vil erker üz gesehozzen Wären oben an der were, Dar inne 
saz der schützen here Mit armbrüsten und mit bogen.  Kudr. 1384: Mit arm- 
brusten heizet üz den venstern sehiezen.  
2) Reinfr. 25702: Die üf dem turne nämenLägestein und valletor.  Biterolf 
1594: Man mohte W01 geliehen Die lassteine kaltem sne, Den si vil dicke sähen e 
Von Winden undr einander gän: Alsö dicke wurden län Die sehuzze nider üf sie. 
Oueh wart von slingen Würfen hie Erdoenet manie helmvaz.  Vgl. Mhd. Wtb. 
H2, 615.  Chron. des ducs de Norm. 19069: Lor laneent dkununt peus aguz, 
Chaillous e pierres e quarreaimls; Puis funt jeter 1er mangoneaus; Fuz 0d espeiz 
granz acerez Lor unt tant sors les eors jetez. 
3) Kudr. 1385: Ieh und mine meide tragen iu die Steine in wizen stüehen.  
J ord. Fantosme S70: N'i ot dedenz 1a vile pucele ne muillier Ki ne portast 1a. piere 
a1 paliz pur geter. 
4) Guil. Brite, Philipp. VII (Duehesne V, 173): ut inde Ineircuincisos possint 
iaetare molares Desuper et ferri massas, ignesque globatos, Et pice iiuentes ollas 
ruditerque dolata Pondera truneorum, titiones, ligna, sudesque.  Rom. de TYOiG 
23029: Cargie sont (les murs) de ehaillox eornuz Et de grandisme pels aguz.  
Gui de Bourg. p. 126: Gietent pierres et fus et pois qui ert boulie.  Ben. de 
Mont. p. 30, 5: Jettent "pieres et baus et pois ehaude et bolie Et ruerent les fus 
dont. 1a vile iert garnie.  Guiairt I, 3640: Cai- il leur gietent plomb boillant 
Pierres et piex aguiseiz Et font de dars tiex laneeiz.  Godefr. de Bouillon 20505: 
Uarbalestres traiant bien fort 21 1a volee Et ont dessus les murs mibint piere tour- 
see Et meint pesant mairien y ot mis 1e journee. Par (Teneoste 1e murs fu ly 
iauwe eauifee Maint caudire y ot qui fu toute aprestee D'oile et de plonc boulant 
raemplie et rassee. 
5) Ann. Austriae  1289; Miserum vidisses speetaeulum. Nam
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.