Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Das höfische Leben zur Zeit der Minnesinger
Person:
Schultz, Alwin
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1000521
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1001040
LdnZOHSPitZ e. 
(lass die Handhabe selbst mit Leder umwunden war, um der Hand 
einen sicheren Griif zu bieten 1). 
An denLanzenschaft wurde dasSpeereiseni), die stählerne Spitzefi) 
gesteckt. Diese Spitze hiess gewöhnlich Glavie oder Glevie 4), zuweilen 
wird sie jedoch auch gradezu "Sper" genannt und von dem Schafte 
unterschieden 5), Während sonst allgemein Schaft und Spitze zusammen 
als Speer oder Lanze bezeichnet werden. An der Lanzenspitze war 
eine Tülle angebracht, welche auf  
den hölzernen Schaft aufgesteckt ve-  i 
schiftet) wurde  Vor dem erniten ä)   
Kampfe befestigte man so die Waffe   
und nahm dieselbe, sobald die Gefahr f?)   
vorüber War, wieder abi). Indessen  l) 1- 
ist bei Kriegslanzen die Spitze in der E) 
Regel fest am Schafte angeschmiedet Q  
und oft noch, um der Waffe grössere F? 5_ Säge, des Jean yayebien 256, 
Widerstandskraft zu geben, mit eiser- 
nen Klammern mit dem Holze verbunden S). Die Speereisen sind 
breit 9) und spitz w), in Lanzettform (Fig. 5) oder in Form 811168 Pfiöileö 
n1it scharfen Widerhaken 1') geschmiedet, auf beiden Seiten geschliffen 12). 
Ganz besonders gefährlich waren die dreikantigen Spitzen, da die 
mit diesen Waffen geschlagenen Wunden selten und dann auch nur 
1) Alix. p. 114, 30: Sa lanee ne fu mie de sap ne de fusuin Mais une eane 
roide, norie en son train Bien loie de cuir de eievrol u de daiin.  Chev. au 
lyon 2246: Chevax laoignent et lances beissent Que il tenoient anpoigniees -J- petit 
les ont aloigniees Tant que per les quamois les tienne. Cf. die Anm. zu dieser 
Stelle. 
2) Athis B 110: Wä, ime daz sperisin Steckite in der sitin.  Pzurz. 38, 22: 
Sim sper was daz iser breit. . 
3) Godefr. de Bouillon 27758: Les lances acheres de boin Her laoitevin. 
4) Vgl. San Marte zu. a. O. S. 174 ff. 
5) Biter. 2679: Nu reiehet mir den helni her Und schifhet dem sper Wider an 
minen Schaft. 
6) Biber. 7084: Einen Schaft, was läsürvzxr, Vil starre und zsehe hurnin, Jä. was 
im an dem orte sin Von roten; golde ein tülle, dran Ein sper geschift von An- 
gran. Cf. 2774. 
7) Biber. 2700: Dö hiez der degen bzmlt Von dem schafte nemen daz sper. 
8) Willeh. 401, 24: Mit stählinen Spangen Was der schaff: vast umbeworht. 
9) Willeh. 23, 22: Sin schaff: was roerin ime sper Und daz ysen scharpf unde 
breit.  Biter. 2202: Von Kalie ein sper vil 1areit Was vorne an dem ort geslagen. 
10) Ren. de Mont. p. 229, 16: Li Fers fu luoitevins, tranchans et ufdes. 
11) Ren. de Mont. p. 185, 15: As bzurbiaus de 1a. lance pendoient li braon. 
12) Cröne 18964: Der vuort ein ungewonez sper, Daz was ein glavie breit. 
Diu ze beiden siten sneit.
        

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