Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Das höfische Leben zur Zeit der Minnesinger
Person:
Schultz, Alwin
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1000521
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1004035
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Pamrlzuns 
antihre 
Gewöhnlich trug der Parlamentär einen L0rbeer-  oder Olivenzweig 2), 
ini Nothfalle auch einen Fichtenzweig in der Hand3). Die Haupt- 
sache war, dass man erkannte, der Bote komme in friedlicher Absicht. 
Er trug keine Waffen bei sich, setzte sich vielleicht noch einen grünen 
Kranz aufs Haupt 4) oder nahm einen Falken auf die Hand ü). War 
der Parlamentär bewaffnet, so nahm er Wenigstens die Stahlspitze 
von der Lanze Ü), oder trug dieselbe verkehrt, das Eisen mit der Hand 
fassend7); auch dass der Bannerzipfel an den Schaft befestigt war, 
konnte ihn legitiniiren S), oder dass er unbedeckten Hauptes, den Schild 
mit der Spitze noch oben, anlangtrfß). Ein weisses Tuch gilt auch als 
er wolte zuo z'in gar Mit vride in tegedinge konien. Dö Wurf. des zoichens war 
genomen Und im ein enderz der von in (Jridmten gegen der veste hin. D21 bi der 
vride im wert erkant. 
1) Biterolf 3152: Dä. neniet an iuwer Imnt Eines lörhoumes zwi: Si wwnent 
alle, dezz iu si Gegeben von dem riche; Sö vert ir wisliche: 3198: Sweni der 
lörzwi wart erkant Der Weste vil W01, (12LZ er 151,11 Die liute solde fride 112m. 
2) Lanz. 1380: Er fuort eins ölbouines ris: Dez was ein wortzeichen, Dez er 
vride wolte reichen.  Ren. de Mont. p. 37, 5: S01" les inuls eieutres i vont es- 
peronant Porterent rains (Tolive; c'est senefieinent Del lmis dnmilitä, que il 1d, 
vont querrant; p. 59, 6: Se vont apareillier Ä guise de niesnge, ne se volrent. 
targier. Chascuns porte en sa. main -j- rnisel dblivier; Trcs 1651. 1a. burbakzine ne 
se volrent targier.  Guil]. de Pelerne 2567: Chascuns porte un min d'o1ivier Por 
joie et pais senefier Et 0'011 suche messagier sont.  Godefr. de Bouillon 6465: 
Tuit ung rain d'01ivier qui vers eshoit asses. 
3) Ren. de Mont. p. 383, 24: Li niessage s'en tornent, si den vont vers 1a cit, 
Ä pie, tout sans cheval, vestu sunt de sainit. Cascuns porte en sa mein -j- rein 
de pin petit; Ce fu seneiiance de joie delit. 
4) Troj. 26380: Si fuorten grüeniu schapelin, Geüohten üz lörzwien, Mit den 
die Wandels vrien Erzeigen solten bi der zit, Dez si de suochten keinen strit, 
Wan daz si frides gerten. Gesundert von ir swerten Si kerten üf ir sträze pfef- 
Und ilten früeje für die Start, Gewsefens itel unde blöz. 
5) Biterolf 8368: Dö nzun der degen vil geineit Sinen sparwzere üf die haut, 
Dä, bi tete er in bekant, Daz er fride wolde 1121,11. 
(i) Biterolf 5953: Dö fuorte der maregrüve 11er Einen Schaft äne sper, Dez 
man de, bi gesaehe, Daz man in frides jzehe; cf. 6776. 
7) Enf. Ügier 2054: Üne 0011519111118 im celui tzms eetoit Que grant inessage nul 
gareon ne faisoit; Puis que 1a, guerre 1a, besoigne mouvoit, Et que 1a guerre de 
i-oial gent naissoit, Roi, due ou conte, itel gent s'en melloit, Et de ses m-iiies ehas- 
cuns moult bien s'a.r1n0it ; Et 1a reisen pour qnoi on conneissoit K'e1't messagiers, 
destoit ce qu'il portoit Devers le fer sa lance et paunioioit; 2081: Le fer en  
devers lui torne; 3403: Par 1e fer prist son roit espie] 1110111; 3406: Lau gent 
fi-angxoise ont tantost conneii Que inessegiers estoit, quant Pont veii. 
8) Lohengr. 3985: Daz gelwe im dein zegelin was an den Schaft (iebunden 
vast durch vride zuo der Stangen. 
' 9) Lama. III, 18244: Doe sinde die coninc enen ridder daer, Die bl0efs hoets 
quam so naer Ende met sinen scilde averrecht (Dit was een teken van vrede recht).
        

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