Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Das höfische Leben zur Zeit der Minnesinger
Person:
Schultz, Alwin
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1000521
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1003672
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Verschiedene 
Transportschiife. 
Sentine. 
Kocken die Thürme der angreifenden Christen errichtet und an- die 
Mauern der Stad herangefahren 1). 
Esquif?) ist ein kleiner Kahn. Estoiz 3) Weiss ich nicht zu 
erklären. 
Häufiger wird der Esnecka (sneka, necka, necta; mhd. snecke; 
afr. esneque) gedacht; sie ist ein Schiff, das zum Transport von Passa- 
gieren und von Pferden brauchbar ist 4). 
Ein geräumiges Lastschiff ist der Panzonusä); die Plata dürfte 
ein Flachboot, der Trabuchus, den Jal übrigens nicht bespricht, mit 
dem italienischen Trabacolo zusammenzuhalten sein ß). 
Endlich sei noch der Zulle 7), eines gewöhnlichen Nachens, gedacht. 
Viel hat sich aus der Aufzählung der verschiedenen Schiifsarten 
nicht ergeben; ich hätte vielleicht noch mehr namhaft machen können, 
habe mich jedoch absichtlich darauf beschränkt, nur die Gattungen 
zu besprechen, die häufiger in den Epen und Chroniken genannt werden. 
Die so oft hier erwähnte Archäologie navale von Jal wird Jedem, der 
genauerer Auskunft über den Bau und die Einrichtung der Schilfe be- 
darf, dieselbe am besten zu verschaifen vermögen. 
Der untere Kielraum hiess die Sentine oder Suttes); das Wasser 
faulte da und entwickelte einen üblen Geruch. Dorthin brachte man 
die Gefangenen 
 und suchte dort, wenn die Feinde eingedrungen waren, 
1) Ryccardus de S. Gernmno 1217: A Frisonibus laretio conducta coehone.  
Anm. Colon. max. 1218: Constructae sunt postlnodum duae sczmlae super eoggones; 
eoccones propugnaculis et castellulis viris etiam armatis muniti. 
2) Aiol 10592: Et furent bien -c- m- es Inarges et es nes En dromons, en esne- 
ques et en esquieus feres. 
3) Guill. d'Orenge V, 17: Que tant en ist des nes et de chalans Et des dro- 
monz et des estoiz coranz. 
4) Itin. Reg. Rio. H, 32: Ipse igitur armatus cum omnibus suis in cymbis 
Esneckaruln ad portum apprehendendum provectus est; 33: fecit equos suos 
educi ab esneckis; III, 6: Adventus plurium neetarunl; IV, 5: Cum bargis one- 
rariis et neckis, quae victualia. veherent et homines armatos; V, 4: Omnes etialn 
snekae regis et aliorum conh-actae sunt.  Parz. 668, 1: Seytiez und snecken. 
 Ph. Mousques 20946: Esneques et dromons iieräs. Cf. Anm. 2. 
5) Ann. Januens. 1265: Et Januam reddeundo cum transitunl faceret per partes 
Mutoni, quendan1 panzonunl magnum et grano vzmlde honeratum invenerunt, in 
quo eranb muniti usque ad Immines 45." 
6) Jac. Auriae Ann. 1283: Commune Pisaruln paraverat guleas 64 et platas 
et trabuchos. 
7) Ottokar von Steier OLXXXV: W011: gevam sein Ze tal auf dem Rein Auf 
einer zuIIe bey der nacht. 
8) Tanh. XIII, 4 (HMS. II, 95): Der smac der uz von der sutten gat, der ist 
niht guob gevert-e. 
9) Willeh. 414, 23: Der pfänllenzgräve Bertram Dm herzeichen wol vernam
        

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