Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Das höfische Leben zur Zeit der Minnesinger
Person:
Schultz, Alwin
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1000521
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1003624
Salandria. 
Turida. 
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longitudinis et celeritatis et utroque latere duos tenens reniorum ordines 
ac CL nautas". Die Salandrien werden häufig genannt 1). Die von 
den Franzosen als Chalans bezeichneten Schiffe scheinen derselben 
Gattung von Fahrzeugen zuzugehören 2). Fraglich ist die Interpretation 
einer Stelle des Romanes Blancandinii); in der Redaction des Textes, 
die gedruckt vorliegt, ist klar von zwei verschiedenen Schiffen ge- 
sprochen: einem Dromon und einem Galant, dessen einer Mast in der 
Mitte steht, der andere aber wie ein Bugspriet über das Schiff hinaus- 
ragt. Nun citirt zuber Jal (a. a. O. I, 43.5) eine Variante, aus der sich 
ergiebt, dass der Autor den Chalant und den Dron1o11 für ein und 
dasselbe Schilf ansieht; einer der drei Masten steht in der Mitte, der 
andere auf dem Hinterdcck, der dritte ist vorgebaut wie der Bugspriet 1). 
Im Roman I-Inon de Bordeaux Wird uns dann ein Galant beschrieben 
(p. 200): "Das Schiff war gross und von schöner Form und so mannig- 
fach geschmückt, dass es kein Mensch beschreiben kann: das Meer 
War da gemalt und die Fische und alle Erben des Königreichs 
Frankreich von Chlodwig an, der ein so wackrer Mann war (qui tant 
estoit preudom); Kammern gab es darin in grosser Menge." 
Die Tarida ist ein Kriegsschiffä). Jal (a. a. O. I, 467) weist nach, 
dass Tarida der arabische Name "für eine Art Graleassen war, erklärt 
sie aber später (II, 221) für ein schweres Transportschiiil Jacobus 
Auria (Ann. Jan. 1284) "sagt aber ausdrücklich: "Obschon sie Tariden 
genannt wurden, so Waren sie doch nach Art der Galeen und hatten 
1) Cafari Liberatio Orientis 1101: Et salandrios 60 in navidio seeum habuit. 
 Ogerii Panis Ann. Jan. 1207: Naves 7 cum galeis et salandro aliisque lignis sub- 
tilibus.  Barth. Scribae Ann. Jan. 1269: Naves plurcs et alia. lignzu videlicet 
sarandrios.  Ryccardus de S. Germano 1225: Centuln chelandros. 
2) Chans. d'Antioche I1, 13: Et trovent les chalans garnis et corrääs.  H11011 
de Bord. p. 83: J'ai -iiij- barges et si ad -iiij- näs Et Aiij- kalans qui queurent 
par le 111er. 
3) 2757: Quatre cens piä ot li dromont. Li mast furent droit contremont -I- 
arbre drece el piä devant Et - autre enmi 1e calant. 
4) De trente piez fu le dromont. Li mas en fu droit contremont, Une broche 
01; el front devant Et une autre enmi le chalant. La tierce fu faite derriere Pour 
defendre 1a gent darriere. 
5) Ogerii Panis Ann. Jan. 1210: Dederunt ei galeas octo et taridam unam et 
cum universal, sartia (mit allem Tauwerk) et naves tres.  Baxth. Scribae Ann. 
Jan. 1243: Galeas omnes et taridas depingi fecit.  Jac. Auriae Ann. Jan. 1282; 
Dominus Petrus rex Arragonum paravit galeas 19, naves 4 et taridas 8 laosuitque 
in eis milites cum equis 350 et pedites 10 mille ivitque cum eis ad laartes Bar- 
barie; 1284: Licet enim dicantur taride, erunt tamen in modum guleamum habentes 
remos 120 pro qualibet.
        

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