Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Das höfische Leben zur Zeit der Minnesinger
Person:
Schultz, Alwin
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1000521
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1003399
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Die Verwundeten. 
oder herausgeschnitten 1) und dann wusch man die Wunden mit Oel 
und Weinl), bestrich sie mit guter Salbe, legte Pilaster darauf und 
verband sie mit Charpie (Weizel, wimplinf) und mit Bandagen 4). Die 
geschwollenen Glieder bähte man 5), schmerzstillende Tränkeö) beför- 
derten die Heilung der, wenn es die Umstände zuliessen, Weich ge- 
betteten Verwundeterü). Wie dieselben in den Burgen von den Damen 
gepilegt wurden, habe ich schon früher geschildert (Bd. I, S. 157). 
Ueber den Zustand der Arzneiwissenschaft jener Zeit ein Urtheil 
zu fallen, kann ich mir natürlich nicht erlauben, glaube aber, dass die 
1) Percev. 42502: (Li mires) D'une touaille bele et blance Le flst bander, sans 
atendue. Quant 1a hance li ot fendue Et il ot defors le fier trait, Des estoupes 
et de Tentrait De desour 1a plaie 1i met Et de lui servir äentremet. Quant la 
plaie ot bien atomee Et de 1a touaille bendee etc. 
2) Lanz. 2194: Idoch durch bezzerunge wän Nam die hübsche Wirtin Beidiu 
oley unde win Und wuoscli im zuo den Stunden Sine trörige wunden Und ver- 
band in wisliche. Diu maget tugentriche Begund in allenthalben Meisterliche 
salben Mit einer salben alsö guot.  Anelier, Guerre de Navane 4421: E viratz 
demandar meges e marescal, Estopa e blanc d'ueu, o1i buyllid e sal, Enpastres 
et unguens e bendas savenals.  Chevalier as -ij- espees; 3348: Et 1i mire Katar- 
gent plus, Mais lues sa robe li osterent Et puis sa. plaie 1i laverent D'iauue 
tieue et Pont regardee. 
3) Engelh. 1923: S6 tief ein minnen wunde, Daz si verheilen kunde Kein 
salbe noch kein weizel.  Athis F 165: Ein arzit was der wile kumin, Der hete 
salbin vil genumin, Hinden den spalt gecloben Und dar in wimplin gescobin.  
Percev. 37346: Mist en toutes les plaies tente (ist dies Charpie?) Et puis les 
banda d'une guimple; 37372: Des plaies sace fors 1a tente, Cai- bien en sot 
venir a cief, Puis i mist tentes de recief Et puis bon ongement i mist, De lui 
servir moult s'entremist Emplastre i mist d'un ongement; 37396: Noviaus einpla- 
stres met et oste Le vies et par desus les bende De bele guimple en 1iu de bende. 
4) Alix p. 188, 20: Si 1'a oint (Tongement et bende et restraint Däme fasce 
porprine par mi les Hans 1'ataint.- Garin II, p. 91: Les plaies cuevrent main- 
tenant sans respit, Uemplastre mirent, 1er bandiaus ont assis; p. 92: Le bras re- 
lient, S'0nt les emplastres mis Et les estelles i ont moult bien assis.  Percev. 
2463: Le bras diestre 1i brisea; Ains demi an 1e portera A col pendu. 
5) HTroj. 12775: Sinen halsberc zu howen Zogen im vz die frouwen. Und 
salbeten sine wunden, So si best kunden, Daz sie im baz teten, sine svulst sie im 
beten; Ecuba sin W01 phlac. 
6) Karl Meinet p. 97, 8: N11 hadde Galaffers der konynck gude Eynen artz- 
der von wysen mode, De baut de an der stundenDem schencken syne wunden. Ouch 
gaff hey eme sulchen dranck, Dat hey kurtzliche sunder wanck Als syns schmer- 
tzens genas.  Rom. de Troie 10183: Li buens mires, Goz li senez, Qui devers 
Orient fu nez, Ne meins ne 1e preiseit Pen pas Que Galien ou Ypocras, Cil a ses 
plaies regardees Et afaitiees et lavees. Boivre li {ist une poison Quil traist molt 
tost a garison. 
7) Alix. p. 188, 24: Sour une kurte pointe fouree d'auquet0n A fait li rois 
coucier le preu Eumenidon Menuement ouvree de soie et de coton.
        

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