Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Das höfische Leben zur Zeit der Minnesinger
Person:
Schultz, Alwin
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1000521
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1000964
Schwertscheide. 
ber 1), bald aus Edelstein gebildet?) oder mit Sclnnelzwerk verziert 
war"). Der Griff selbst war aus Gold 4) oder Silber 5), zuweilen auch 
aus geringerem Metalle, Messing 6), gefertigt, bei Prachtsohwertern 
fein en1aillirt7) oder ciselirt und mit Edelsteinen besetzt S). Einen 
besonders hohen Wertli erhielt der Scliwertgriflt, wenn in ihm noch 
Reliquien geborgen waren  Der Griff war so gross, dass im Noth- 
falle das Schwert auch mit beiden Händen geschwungen werden konnte w). 
Die Scheide ist aus Goldll) oder aus Holz; in letzterem Falle mit 
Lederl?) oder mit Seidenborten überzogen 13). Die Scheidenspitze 
(daz ortbant) wird zuweilen mit Edelsteinen besetzt H). 
1) Doon p. 148: Lespee chainte 0 lös 0 le poinmel (Pargent. 
2) Nib. 71. p. 272, 4: Hagene der starke der leit über bein Ein vil liehtez 
wafen (Pahnunc), üz des knopfe ersehein Ein vi1 lichter jaspes, grüener danne ein 
gras.  Ortnit 188: Daz oberhalp der helzen was des swertes k1öx, Daz was ein 
 W01 einer vinste gröz,  Gr. Wolfdietr. 1661: Sin swertes knopf" was 
ein karfunke].  Ecken 1iet 31, 5: Sin knoph was ein sehcene jöchantt  A101 
10761: Et li ber traist Fespee o le puin de crista]. 
3) Eneit p. 160, 39: Der knoph und daz gehelze  golt unde gvesinelze. 
4) Nib. Z. p. 272, 5: Sin gehilze daz was gu1din.- Percev. 4340: 111 pnins de1 
espee fu d'or; 12647: S'ot eainte une 1non1t longe espee Qui de iin 01'111 enhendee. 
5) Pereov. 23462: Branc d'aeier ä. heu dargent; 25474: Quant par devant 10 
heu d'argent Li est sespee troneonnee. 
6) Chans. d'Anti0ehe VIII, 56: En sa main tint Tespee 0 1e poing de laiton. 
7) Ren. de Mont. p. 242, 38: Durendal fiert en terre jusqu'a1 hent a esmal. 
8) Chron. des ducs de Norm. I1, 10470: Sa grant espee d'A1e1nn.i_9jne U o11t sis 
livres de {in or Entre 1e heut et Pentrecor, Od pierres ünes ln-eeioses Ed 0d ovres 
trop nierveilloses Eisi faites, si entaillies E si sutiveinent deboissöoz (fnnc p1us 
hele arme ne ineillor N'0nt quons ne reis ifeinpereor. 
9) Gaydon p. 40: Car Pempereres {ist Joiouse aporter, Ce est Tespee oü 11101111. 
se pot 11er. Env. e1 poing d'or avoit ensziiele Bonnes reliques don eor saint H0- 
nore, Dou bras saint Jorge, qui 11101111. fait a 10er Et de chevox Nostre Dame ü. 
lalenteyp. .33: Ilautedere une espee saintisliie. E11 pomel d'or avoit brmnes re1i- 
ques Don bras saint Jorgo et den corps saint Denise. 
10) Godefr. de Bouillon 23516: D'nno espee im deux inains 1e Tartaire fery. 
11) Ürtnit 188: Guldin was sin scheide.  Gr. Wolfdietr. 1662: Die scheide 
was Von gßlde; daz der fessel solte sin, Daz was ein porte sidin; 1080: D0 fand 
er die scheiden zu dem swerte wunneglioh, Die sach a1s0 gerne Wolf 11er Diete- 
rieh; 1081: Sie was gezieret mit go1de edel und klar.  Ein so kostbares Schwert 
mit reiehornamentiirter Scheide, dessen Knopf und Griff mit ]111nai1 und Edel- 
steinen besetzt ist, wird im Sehatze des Münsters zu Essen bewahrt. Ahgpb_ in 
Ernst aus'm Weertlfs Kunstdenkin. d. MA. in den Rheinlanden. I, T. XXVII. 
12) Das von V. Hefner-Alteneck, Trachten des ohristl. MAÄS l, T. 93 abgebildete 
Schwert aus dem Dome zu Bamberg hat eine mit bemalteln Pergainent über- 
zogene Scheide. 
13) Nib. Z. p. 272, 5: S111 gehilze daz was guldin, diu scheide ein porte röt.  
Perceval 4342: Li fuerres d'0rfr0i de Venise. 
14) Ecken 1iet 31, 6: G111d1n sö was diu scheide, S111 ortbant was ein röt rubbin.
        

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