Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Das höfische Leben zur Zeit der Minnesinger
Person:
Schultz, Alwin
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1000521
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1003374
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Verluste. 
von Hennegau mit 3000 Mann den Herzog Gottfried von Löwen, 
der 30,000 Mann befehligt, aber 2000 Todte und 6000 Gefangene 
verliert; Balduin's Verluste sind unbedeutend (Gisleberti Chron. 
Hanon.) Die Römer greifen 1167 den Erzbischof Reinold von Köln 
in Tusculum (Frascati) an, der nur 140 Ritter bei sich hat. Erzbischof 
Christian von Mainz kommt mit 500 Soldaten zu Hilfe (am 29. Mai), 
die Truppen sind aber müde vom weiten Marsche und werden von 
den Römern geschlagen. Da ergreift Reinold die Offensive. „Es wur- 
den bei dieser Schlacht auf den Feldern niedergehauen 9000 Römer, 
15,000 gefangen, und man sagt, dass auf der Flucht noch mehr zu 
Grunde gingen, als durch das Schwert fielen. Die Römer berechneten 
später, dass von 42,000 Mann kaum 2000 in die Stadt zurückgekehrt 
seien" (Ann. Colon. max.) Etwas verdächtig klingt auch die Erzählung 
des Chronicon Montis Sereni, dass am 7.Mai 1190 von den 100,000 Türken, 
die das kaiserliche Lager angriHen, mehr als 12,000 getödtet wurden, 
während die Kreuzfahrer nur einen Verlust von drei Knechten zu be- 
klagen hatten. Doch berichtet auch Albertus Aquensis (lib. VI, c. 50) von 
einer Schlacht bei Ascalon, in der 20,000 Christen gegen 100,000 Sara- 
zenen fechten, 30,000 Ungläubige fielen, 2000 an dem Stadtthore erdrückt 
und getödtet wurden, und nur das Fussvolk der Kreuzfahrer einen un- 
bedeutenden Verlust erlitt. In der Schlacht von Arsuf am 7. Sept. 
1191 sind nach den Angaben des Itinerarium Regis Ricardi (IV, 20) von 
den Türken geblieben 7000 Mann und 32 Anführer (admiralii), von 
den Kreuzfahrern 700. Am 28. Sept. 1.198 schlägt Richard Löwenherz 
die Franzosen zwischen Courcelles und Gisors und macht ausser 42 nam- 
haft angeführten Rittern noch 100 Ritter zu Gefangenen, dazu 140 
mit Eisen bedeckte Pferde, berittene Knechte und viele Fusssoldaten 
(Reg. de Hoveden). Inder Schlacht bei Braunschweig, im Juli 1200, 
fangt König Otto 200 Ritter vom Hofstaate Philipps (ibid.). Auch 
der Bischof von Lüttich hatte nur 10 Todte zu beklagen, während 
sein Gegner, der Herzog von Löwen, den er am 13. Oct. 1213 besiegte, 
2200 Todte und 5000 Gefangene verlor (Chron. Alberici Mon. Trium 
Fontium). Bei Bouvines 1214 büsst Kaiser Otto IV. 30,000 Todte und 
Gefangene ein, Philipp August im ganzen Feldzüge einen Ritter und 
einen Knecht (Richerius Senoniensis III, 16). Bei Cortenuova verloren 
am 27. Nov. 1237 an Gefangenen die Mailänder 300 Ritter und 
3000 Fusssoldaten, die von Piacenza 120 Ritter, die von Vercelli 30 Ritter 
und die von Novara ebensoviel, die von Lodi 50 Ritter, die von Ales- 
sandria 10 Ritter, die von Crema 30 Ritter (Ann. Placent. Gibell.). Am 
13. Juni 1275 wurden die Bologneser bei Faenza von Guido von Monte-
        

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