Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Das höfische Leben zur Zeit der Minnesinger
Person:
Schultz, Alwin
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1000521
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1003237
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Der Schlachttag bricht an. 
(Amiralde), Pollixenon, Dorion, Ampfeleus und Theseus zugetheilt. Die 
iwlltß sCllaar, 12000 Ritter, befehligten Döas und Ajax; die neunte, 12000 
Ritter, Ipomenes und Filithöas; die zehnte, 3000 Ritter und 7000 Bogen- 
schützen, Nester; die elfte, 18000 Mann, Ulixes und Diomedes; die 
zwölfte, 0000 Ritter und 8000 Fusssoldaten, Palomides; die dreizehnte, 
5000 Ritter und 20000 Mann Fussvolk, Urielus und Delonis. 19000 
Mann Infanterie unter Cappadon bildeten die vierzehnte Schaar 
30000 Ritter unter Agameinnon endlich die fünfzehnte. Dass diese 
Eintheilnng thatsächlich vorgenommen wurde, dafür bringt Baltzer 
(a. a.  102  Belege bei; auch Villehardouin erzählt (179), dass 
die Kreuzfahrer sechs, die Griechen dagegen vierzig Batailles hatten. 
S0 war alles vorbereitet. Die Krieger beichten noch und machen 
ihren Frieden mit dem Himmel, verfügen über ihr Besitzthum, für 
den Fall, dass sie in der Schlacht bleiben sollten; dann werden die 
llarnische noch einmal sorgfältig geprüft, die Pferde und ihr Beschlag 
untersucht, die Waffen und der Kriegsschmuck zurecht gelegt  
S0 brach der 'l'ag der Schlacht an. Gern hatte man es, dass 
das WVetter hell, der Himmel blau war (Partoilopier 4044). Das 
Schlachtfeld sollte möglichst eben gestaltet sein, ohne Buschwerk, 
ohne Hügel und Thäler2). Früh wird eine Messe gelesen, und wer 
dazu das Bedürfniss fühlte, der empfing noch das Abendmahl3). Ein 
dreifaches Hornsignal rief die Soldaten zur ernsten Arbeit. Auf den 
ersten Hornschall sollten sie am Morgen aufstehen, auf das zweite 
Zeichen satteln, beim dritten Signal gewaffnet auf ihren Rossen bereit 
sein 4). Oft war es auch dem Heere schon am Abend verkündet worden 
dass mit Morgengrauen sich jeder zum Kampfe rüste 5). 
1) Ottokar von Steier CCCXXIX; DOLXXXI. 
2) Gui de Nanteuil p. 45: La terre fu inoult läs et le pnifs egaus N'i ot 
point de boscage, ne mont n'i ot ne vaus. 
3) Ottokar von Steier CXLVII (vor der Schlacht auf dein Marchfelde): Welher 
du so selig was, Daz er zu got geding het, Der enphienc an der stet (fegen der 
kunfHaigen not Daz lemptig prot; cf. DXXX. 
4) Kudrun 1350: 'Swer sö hoere diezen inines hornes schal, Dnz der sich sä 
ze stunde rihte gen dem strite, Künde ich in den morgen, daz iwer deheiner dü, 
iht lenger bite. (1351) Sö ich ander stunt gebläse, des sult ir niht 15m, Ju ensi 
gesatelet. zen rossen sult ir gäm Und stät dä. bereite, unz ich den tac erkiese, 
Z0 rehter stunnes zite daz nieman dü, sin arbcit verliese. (1353) S6 ich dri stunt 
gebläse, ir lieben vriunde min, Sö sult ir wol gewäfent üf den rossen sin.  Ren. 
de Mont. p. 165, 32: I] iist soner ses gmiles et  gent hat nlonter. 
5) Prise de Pampeinne 5802: Le coinand suen seignour {ist crier autemant 
Rolland, pour le comand dou gwand roy de Franzois Fist comandier par Post ehe 
tretous cele fois Fusent almreiläs än Taube sens repois.
        

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