Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Das höfische Leben zur Zeit der Minnesinger
Person:
Schultz, Alwin
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1000521
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1002878
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Lebensmittel. 
oder Packpierde verladen 1). Proviant führte man in der Regel mit 
sich: Brot, Wein, Fleisch, Hafer für die Pferde, und Getreide 2); zu- 
weilen wurde auch Schlachtvieh mitgetrieben 3). S0 lange man durch 
Freundesland marschirte, ergänzte man den Abgang der Lebensmittel 
durch Ankäufe 4), entschädigte auch dem Landesherrn, der den Durch- 
gang verstattete, mit einer runden Summe die unvermeidlichen 
Verwüstungen, welche mit dem Durchmarsch einer grösseren Truppen- 
masse nun einmal verbunden waren 5). Sobald man die Grenze der 
Feinde überschritt, wurde die Verpflegung des Heeres durch gewalt- 
1) Godefr. de Bouillon 20304: Ly maistre carpentier vonb les engiens vierser, 
Et erestiens les vont sur karetes poser, Sur kars et (sur) karois qu'il ont fait 
amener, Sur änes, sur mules et sur ehevaus: tourser Et sur leurs eols les vont toute 
1a nuit porter.  
2) Godefr. de Bouillon 5892: Et enmy le nioyenne estoient ly sommier, Les 
vitalles pour Post qui bien leur ont mestier.  Alphart 324; Alsö die soumer 
waren gereit und üf geladen Und die kamerwegene, die dä. selten tragen Trinken 
und spise durch diu vremden lant.  Ordericus Vitalis lib. XIII, c. 38: (Geofüoy 
von Anjou belagert 1138 Falaise) tandem terrente Deo noctu fugemnt et ten- 
toria cum vestibus et armis atque rhedas pane et vino alijsque necessariis rebus 
onustas fugientes reliquerunt.  Garin I, p. 195: Entor le dux assanblent bien 
deus mil. La oissiez ces buisines bondir, Riches banieres ondoier et bruir. Mil 
seijans mainne por le fait sostenir, Quatre vins chars fait apres lui venir.  
Fierabras p. 154: Aval par toute Post ont ci graille sonne; Isnelement et tost sont 
li sournier trouse De pain, de vin, de char, et (Favaine et de hie. Mais de l'autre 
harnois n'en ont il point porte, Tente, ne pavillon, ne aucube, ne m; (d. h. man 
Iiess die Zelte zurück, um eiligst zum Ziele zu gelangen).  
3) Helmoldi Chron. Slav. lib. I, 60: Porro iumenta oneraiin cum bigis et 
quadrigis victualia. sarcinasque militum portantibus, armentorum quoque in carnis 
esum ingens numerus in vallis medium collocata fuerant prope decursum aque et 
pascuorum commoda. 
4) Demantin 10222: 'Si (d. h. die Händler) soln mit gutem vrcde varen" Diz 
warb geboten in di lant. Dö wart dar zü sö vel gesamt, Alles des men gertc dar; 
10228: Men mochte hir unde dort Koifen swes men gerte. Di marschalk si ge- 
werte, Daz ir on W01 vergulden Wart. Swär man vornam di hervart, Dar karte 
iz a1 gemeine zu, Beide späte unde vrü, Si vorten spise unde win; 10238: Ouch 
wäm dar riche kreme, Di dar worden von tage zu tagen Rieher und baz üf ge- 
slagen. so vür si dorch fromde lant, Daz men dar menschen nergen vant, Dem i 
schade wäre getan.  Ohron. des ducs de Norm. 29610: Mais e dreit furent 
aehatees Les viandes e les forages: N 'i voudrent faire autres damages. 
5) Ottokar von Steier DCLXVI: (Albrecht von Oesteneich zieht durch Baiern) 
Dy (Gesandten) prachten es daran, Daz der von Oestereich solt han Im und 
seinem her Ohost und alle zer, Wie die war genant, Umb phenning durch Payr- 
land. Und ee er durch daz lant cham, Wie man von im schaden nam Pey der 
strasszen in dem gew An fueter und an hew, Des leicht ungekawift Das 131111 Wirt 
beStrawEt, Dafur er must an widerstreben Herezog Otten tausent markh geben 
Lotiges silbers berait, E er durch das Iant rait.
        

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