Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Das höfische Leben zur Zeit der Minnesinger
Person:
Schultz, Alwin
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1000521
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1000901
vorzüglicher 
Herkunft 
Besonders berühmt sind die s araz eni s ch e n Schmiede 1). Wir haben 
schon gesehen, dass der berühmte Mime, der Lehrmeister Wielandis, 
in der Nähe von Toledo zu Hause war, und Assigarziunde, die Heimat 
des Schoyt, des Sohnes von Trebuchet, ist wohl auch im Oriente zu 
suchen. Auch Parz. 261, 2 wird ein Schild aus Toledo erwähnt und 
Willeh. 356, 1 ff. nennt der Dichter eine ganze Menge orientalischer 
Länder und Ortschaften, die durch ihre Waffenfabriken berühmt sind, 
deren Lage aber festzustellen Wohl schwerlich gelingen dürfte. 
Viel präciser sind die Angaben der französischen Dichter, die von 
Helmen von Tudelal), von Bagdad 3), vom Eufratl), von Arabien 5), 
Afrika Ü) und Carthagol), von ägyptischen Halsbergens) erzählen, auch 
die Erzeugnisse der türkischen") und griechischen 10) Wadenschmiede 
zu würdigen wissen, die Schilde von Alnieria (Doon p. 29) und 
Aragonien (Prise de Pampelune 3531) keimen. Selbst die indischen 
Stahlarbeiten erfreuten sich eines hohen Ruhmes l 1). Durch die Kreuz- 
züge waren eben die Abendländer mit den vorzüglichen Leistungen 
der orientalischen Waifenschmiede bekannt geworden. 
Unsre deutschen Meister werden zumal von deutschen Dichtern 
recht selten erwähnt, öfter von den französischen Epikern. Die Platten 
von Hessen lobt der Dichter des grossen Titui-el (5828); Halsberge 
von Cambray"), Helme, Rüstungen und Schwerter von Baiernß) 
rühmen französische Dichter. Die grossen deutschen Schwerter 
1) Eine ausserordentliehe Festigkeit sollten die Waffen zeigen, die in eines 
Drachen Fett und Galle (Troj. 3804) oder in eines Krokodiles Fett (Troj. 30948) 
oder in des Salamanders Blut (Wailberznn 787) gehäirtet waren. Aber selbst der 
haute Adam-es wird durch Bocksblut erweieht (vgl. Parz. 105, 18 ff. Mhd. Wtb. I, 7). 
2) Auberi p. 140, 6: Fierent d'espees sor Piaunie de 'I'ude1e. 
3) Ghans. d'Antioche VIII, 38: Ses ehnes fu forgies en 1:1 eit de Baudart- 
4) Ohans. d'Antioche VIII, 40: Ses elmes fu forgies de sour 1'a.ive d'E11f1'EMS- 
5) Aye d'Avignon p. 84: -J- vert elme dherrabe. 
6) Aye d'Avign0n p. 12: -J- vert elme dläufrique.  
7) Rßn- de Mont. p. 20, S: Ne hizuumes de Cartage.  Alix. p. 183, 31 Mms 
1c lance baisie ü 01, fier de Cartage. 
8) PCYCEV- 39731: Unes armes rices et beles, Dont d'or et (Pargent sünt 188 
melles, Legieres et fors et deugies; En Egypte furent forgieS; MOHR Ihrem fürs 
C11 1191111118; '1üj' Imßiöles zuvenans Les fbrgiercnt 51. gmnh deduiü-  
9) Rall- dß Mont P- 164, 16: Hieumes turcois.  FIOOViLnIJ P' 36: bons eslllez 
'I'orcois.   Des esporons Torcois. 
10) Floovant p. 36: Les ehnes Grezois.  
11) Wigal. p. 189, 36.  Tit. 1284: Goltvawwer sta-he] uz india was die glevm. 
12) Ren. de Mont. p. 18, 24: Et fhugenß leg haubors ki furent de cklllllbfßlS. 
13) Alixundre p. 430, 32: Vestu ot  hauberc qui fu iäxis {x Baiwiere.  Guill. 
(TQrenge V, 622: Roz o1; les law del heaume de Bzwiöre.  Des Heiden TreferlS
        

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