Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Das höfische Leben zur Zeit der Minnesinger
Person:
Schultz, Alwin
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1000521
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1000898
Waffenschmierle. 
heren wel gerede -Cccc- ende -lxvj  mede". In den deutschen Helden- 
gedichten wird dann Mime der alte gefeiert, der „saz in Azzaria von 
Tölet zweinzic mile" 1). Er schmiedet Biterolfs Schwert Schrit und 
ihm ist nur ein Meister gleich "der was Hertrich genant Und saz in 
Wasconje lantm). Mimeis Schüler war der berühmte Wielant, der 
für seinen Sohn Witege das Schwert Mimunc, den Helm Limme und 
die Rüstung schmiedete 3). Heinrich der Erste von England besass 
in seinem Schatze ein Schwert, das von Wieland herrühren sollte 4). 
Von Wieland (Galans) waren der Sage 5') nach die drei berühmten 
Schwerter geschmiedet: Floberge, Hauteclere, J oiouse (nach Doon 10.264 
auch Durendal); sein Bruder Munificans arbeitete die Schwerter 
Durendal, Musaguine, Courtain, ein anderer Bruder Anrisas die 
Schwerter Baptesme, Garbain und Plorance. Das Schwert des Doon 
de Mayence, Merveillense, ist von einem Schüler Galants gefertigt"). 
In des Chrestien de Troyes Perceval wird der Waffenschmied Trebuchet 
genannt, der dem Perceval das Ross beschlägt, aber auch das zer- 
brochene Wunderschwert zusammenzuschweissen versteht 7). Wolfram 
nennt denselben Meister ebenfalls (Parz. 261, 1; 643, 18) und kennt 
sogar seinen Sohn Schoyt von Assigarziunde (Willeh. 356, 20), 
der einen kostbaren Helm schmiedet. Eine historische Persönlichkeit 
ist vielleicht der vom Pfeifen Konrad im Rolandsliede (1600) genannte 
Madelger von Regensburg, aus dessen Händen das Schwert 
Mulagir hervorging, welches erst dem Naimes von Baiern, dann Karl 
dem Grossen, endlich Genelun gehörte. Auch „Kinn von Mnnleün 
der smit" (Willeh. 429, 28), der Meister von Laon, ist möglicherweise 
eine zu Anfang des dreizehnten Jahrhunderts lebende Celebrität. Einen 
andren Waffenschmied, der vielleicht wirklich existirte, Isaac von 
Barcelona, nennt das Gedicht vom Guillaume d'Orenge ß). 
1) Biter. 123 ff. 
2) Biber. 149. 
3) Biber. 156; vgl. die Zusammenstellung der Littcrutur über Wieland den 
Schmied bei v. Reiffenberg, Vorrede zum zweiten Bande der Ausgambu des Philippc 
Mouskes p. XCVI, Anm. 2. 
4) Joh. Turonensis Historia Gnufredi ducis Norruannoruln (Bouquet, Ruuueil 
XII, 521): Ad ultimum allatus est ei ensis de Lhoszulro regio ab antiquo ibidem 
signatus, in quo fabriczmndo fabrorum superlativus Gznlzmnnus multau opum 
et Studio desudavit. 
5) Gui de Nanteuil p. 31. 
6) Doon p. 264_ 
7) Percev. 4853 und 41530 ff. 
S) III, 968: Vint en 1a chzunbre, den a trct une broigne, Celu tbrja Ysac de 
Barceloig-ne.
        

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