Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Das höfische Leben zur Zeit der Minnesinger
Person:
Schultz, Alwin
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1000521
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1002647
Saqueboute. 
Stöcke. 
Stangen. 
Sbtreitäxte. 
181 
von Bouvines 1). Ob die Saqnebontes der Franzosen eine ähnliche 
Waife waren, oder 0b sie einer anderen Gattung angehörten, ist nicht 
ersichtlich 2). 
Sehr primitiv ist die Bewaifnung mit Stöcken, wenn diese wohl 
auch gewichtig und stark mit Eisen beschlagen waren 3). 
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Fig. 79. Helmlmrte, Miniatur der  
Hdschr. Alexandri Minoritae Apoca- ß b ß 11 
lypßiß ßxPlicata. in der K. 11. Univ.- Fig. 80. Fmichons. Hnche damoise. 
Blbl. zu Breslau. Miniaturen der Fierabras-Handschrift zu Hannover. 
Die Stangen, die Lieblingswaffen der Riesen (s. Mbd. Wtb. IP, 
640), sind hier auch noch zu erwähnen, und auch die vom Dichter des 
Titurel angeführten „Burdune" dürften derselben Waffenkategorie 
beizurechnen sein4). 
Häufig bediente man sich der Streitäxte 5), afr. eoignee B); sind 
dieselben zweisehneidig geschmiedet, so heissen sie Bisacutae oder 
1) Herm. Corneri Chron. 1216: peditesque ipsum Regem (Franciae) circuln- 
(Iederunt et lzmceis et uncis gracilibus ipsum de equo ad terram projecerunt.  
Guiart I, 6971: Ä erochez et äb saqueboutes Les trebuchent entre leur routes. 
2) S. Anm. 1.  Guiart II, 5924: Fiehent lances et saqueboutes. 
3)Wi1leh. 117, 17.  Percev. 35998: Bourgois, vilain et chevalier Maces 
tienent, bastons haueoient.  Guiart I, 6948: Lä ot tant bastons et lalommees. 
Viez espees et lances seches Et juisarmes plaines de breches.  Chev. au lyon 5506: 
N'i a nul d'aus -ij- (geanz) qui n'ait un Baston cornu de comelier Qu'il orent fez 
apareillier De cuivre et puis lier dfarchal. 
4) Tit. 4521: Lantzen, hatschen, keulen, Gabilot, burdune. 
5) Braunschw. Reimchron; 8966: Lanzen, svert, kul und exe.  1134106101153 I, 
959: Doe Sagrimor dat hadde verstaen, Liep hi tere cameredore saen, Daer een 
scilt hinc, ende namen daer; Ende ene aex nam hi daer naer, Di hi in die camer 
vant; I, 17225: Die gygant dede sine wapine an Ende gereide sine vart. Hi sah 
op een starc swert part, Ende hinc an sijn archoen ene hilf-löse Ende 8118 SWare 
loedene maetche. 
6) Chron. des ducs de Norm. 19881: Ars e gisarmes e coignees; 28368: T3111; 
paiisant, tant dur vilain Son arc ou sa. fauz en sa. main Ou sa gisarme ou sa. 
coignee Ou sa grant lance roillee I est tot effreiz Venus.
        

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