Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Das höfische Leben zur Zeit der Minnesinger
Person:
Schultz, Alwin
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1000521
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1000860
Waifenübmlngen. 
Lanze an der Quintaine (s. I, S. 130) 1). Wie gesagt, es sind das nicht 
etwa die jungen Leute, die sich da üben, sondern erprobte Männer, 
die schon die Ritterweihe erhalten hatten. Die Gewandtheit im Reiten 
konnte man auch im Ringelrennen beweisen, das aber meines Wissens 
nur einmal und dann von einem ziemlich späten Autor erwähnt wird2). 
Der Dichter des Romans vom Cleomades schildert uns ein Scheiben- 
schiessen, das die Spanier besonders werth hielten. Auf hohen Pfosten 
waren vier Scheiben aufgestellt, und Ritter wie Knappen, zu Rosse 
sitzenchbemühten sich, mit ihren Wurfspeeren dieselben zu treifen3). 
Meister in den ritterlichen Künsten wurden an den Höfen gern ge- 
sehen. So prodncirt sich, wie uns im Doon de Mayence (p. 280-282) 
erzählt wird, am Hofe des Heidenkönigs Danemont ein englischer 
Ringer, der Alle ausser Doon besiegt, ein türkischer Steinwerfer 4) 
und ein ausgezeichneter Stockfechter 5). 
1) Laue. I, 31119: Dede hi liede eomen vort Ende richten ene quinteine daei- 
In den mersch van Kamaloet oppenlaaer, Datter vremde ridclers mohten spelen; 
III, 23349: Doe si riddere waren gedaen, Staeinen tere quinteinen saen, Daer Torec 
op heeft gesteken, Dat sijn spere moeste breken. Doen staken di andere alle 
naer; Ende alsi hadden gesteken daer, D0 reet Torec daerop weder Ende reet die 
quinteine ter neder, Die starcwvas ende groet.  Gerard de Rossillon p. 300 u. 
301; p. 391: ltel jor adoba clievaliers eent, Done 21 chaseun destriers e garuimens. 
Quintaine lor fait faire es praz dlärsent. D'eseu noef e dbsbere fort e luisxant. 
E eorent-i dzmzel, eil de jovent, E vont per esgarcler eol autre gent.    A la 
(piiiitaue veit graut eominunaille, Cent danzel i ont fait cop juaille; One neguns 
n'i falsa de Posberc maille. Li quens deiuande espade, Droes li baille.    
Li quens DYOClIO eheval que del rene saille Si iiert ei en l'escu que tant en taille, 
Que laassast -i Volant oltre une quaille. Lbsberc rot e trencha, soz 1a ventaille. 
   Estaclie Tant fort i iiert li quens que l'une estache Peceia 21 Pempaindre 
e l'autre esmche E tient si son espie que fors l'en saehe.  1253 hatten die jungen 
Leute in London zur Fastenzeit eine Quintaine veranstaltet und einen Pfau als Preis 
für den Glescliiektesten ausgesetzt. Vom königlichen Hofe kommen Jünglinge dazu 
und stören das Spiel, bekommen aber Schlage und müssen sehmitlllich abziehen. Allf 
ihre Klage straft Heinrich III. die Stadt London um 1000 Mark (J 0h. de Oxenetles). 
 2) Gr. Wolfdietr. 1446: Sie het (in Terüs z Treviso) an einem schafte gehenket 
eln vingerlin, Welcher darin steche der solt davon geturet sin; 1448: Ein vingerlin 
von golde klug und wolgetan An einer snur sidin vor den rittern uf dem plan 
Was gehenket schone für die irowe hin. Darzu sie justirten durch daz inegetin. 
3) ClÖOIIIRQIES 15981: Et ot par defors le laalis Tabliaus en pluseurs lieus assis 
Sor tres haue sapins, qui estoient Li plus haut que trouver pouvoient. De ee 
taliliaus i avoit quatre Ä quoi se devoient esbatre Ä 1a feste li Chevfllier, Li 
damoisel, li esciuer, De lancier de leur gavelos; Et encore atorne on im los Qui 
plus aperteinent i laaiee. Vraiement sachiez, sans cuidance Kdllspaignol tienent 
moult 21 bel Le jeu de lance au tablel.  Der Preis ist ein Sperber 17505. 
4) Doon p. 283: Une pierre inoult graut a a son eol portee La jambe mit 
avant, tant l'a le glout getee etc. 
5) Doon P. 288: Et 011 li apporta Et -j- escu moult fort, que  son eol geta 
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