Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Das höfische Leben zur Zeit der Minnesinger
Person:
Schultz, Alwin
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-994665
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-995777
Stühle und Bänke. 
benutzte sie wohl nur bei Tische 1), ebenso wie die Bänke z). Schemel 
sind niedriger als die Stühle und Bänke 3); gewöhnlich braucht man 
sie als Fussbänke4), aber auch Leute, die recht demüthig erscheinen 
wollten, begnügten sich mit solchen niedrigen Sitzen 5). Die hölzernen 
Stühle und Bänke waren aber den Herren und Damen zu wenig be- 
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H. Weise , , Costümkunde.) 
quem; da man mit der Polsterung der Möbel noch nicht Bescheid 
Wusste, so half man sich dadurch, dass man Federkissen (plumit) auf 
die Sitze legte und über diese Kissen noch gefütterte Decken (kalter) 
breitete G) (Fig. 20). Merkwürdig erscheint es, dass die deutschen 
1) Kudr. 181: Si truogen an gesidele breit unde lanc Stüele unde tische. 
2) Gr. Wolfdietr. 472: Mit stulen und mit benken liefen sie in an. 
3) Ott. v. Steyer CLXVH: (Sy) steigent Ab der pankh auf den schamel (d. h. 
wie wir sagen Würden „sie kommen vom Pferd auf den Esel"). Vgl. Haupt, Ztschr. 
X111, 130. 
4)uosezze1 Lanc. 6023.  Rolandsl. 5813: Si werthent hiute unser Vuoz- 
scämel.  Nibel. Z. p. 296, 3: Die swerte niht enheten, die reichten für die 
banc: Si huoben üz den füezen vil manegen schamel lanc. Der Buregonden 
knehte in wolden niht vertragen: Dä, wart von sweeren stüelen durch helme biu- 
len vil geslagen. 
5) Barlaam p. 225, 10: Sinen lieben sun er nam Und hiez in zuozim sitzen 
gän. Durch sine zuht Wolt er daz lan, Üf sinen schamel er gesaz; In dühte des, 
daz stuende im baz.  Erec 3296: Et li cuens s'est assis selone Delez li sor un 
bas eschame.  Parton. 7438: Et ele estoit sor un banket De blanc yvorie laetitet 
Qui est assis devant le dois. 
6) Parz. 627, 27: Alumbe an allen siten Mit senften plumiten Manec gesiz 
da wart geleit, Dar üf man tiure kaltem treit.  Gr. Wolfdietr. 62: D0 hiesz die 
kuniginne ein sessel henfur tragen Mit siden wol bedecket und mit golde wol 
beschlagen.  Lane. I, 16176: Een setel die yvorijn was, Gedect met samite, als 
ict las. 
54k
        

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