Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Das höfische Leben zur Zeit der Minnesinger
Person:
Schultz, Alwin
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-994665
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-995599
Laube. 
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zunächst in einen langen Corridor, der nach aussen hin durch Fenster 
geöifnet ist, sich an der Langseite des Gebäudes hinzieht und von 
dem aus Thüren in die verschiedenen Räumlichkeiten führen. Dieser 
Corridor ist die oft erwähnte "Liewe" oder "Loube"  (franz. l0ge)2), 
eine offene Halle, Loggia, in der die Burgherrschaft an schönen 
   
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Fmnepp, Zweite Etage des landgrafenhauses 
Wnrtburg  
Sommertagen sich aufhielt und speiste 3). Man konnte da, geschützt 
gegen die Hitze, so schön die freie Luft geniessen, sich am Gesange 
der Vögel ergötzelrl). Solchen Laubengang haben wir noch in der 
Wartburg erhalten (Fig. 14), und auch am Sohlosse Gelnhausen war 
1) Wigalois p. 11, 7: Daz hüs was sinewel, Beliewet umbe und umbe wol; 
p. 14, 5: Von der liewen gie si zetal Wider sitzen an ir stat.  Cröne 22208: 
Nu was burc unde palas, Loube unde gadem Von disein süezen kradein, "Deswar, 
allenthalben V01.  Parz. 151, 1: Iwanet in an der hende zöch Für eine louben 
niht ze höch. Dö saher für unde widr: Ouch was diu loube sö nidr, Daz er drüffe 
hörte unde ersach.  Hseselein (Gesammtab. lI, 6) 61: Nü lac ein junk vröuwe- 
lin, Edel, schoene unde fin, Der jare ein kint, und oueh einvalt, An einre louben, 
diu gestalt Was engegen der sträzen hin. 
2) Erec 1167: Des loges sont tuit avale Ä Pencontre li sont ale. Ydiers vient au 
perron real, La descendi de son cheval. Cf. Erec 2615. Rom. de la Charrette 3671.- 
Pereev. 4234: La sale fu devant 1a tor Et les loges devant 1a sale. Cf. Durmars 4452. 
3) Cröne 13312: Wan, wiltu mir gelouben, -Sö gen wir üf die louben Und 
amen da ein lützgl ä_  Herm. von Fritzlafs Heiligenleben (citirt von Massmann, 
Alexius): und bevalh seinen knechten daz si in heim fhorten und leiten in zwi- 
schen die ezzelouben und die kuchen under ein treppin. 
4) Die Liewe ist Wig. p. 11, 9 voll von Frauen, die da musiciren; da, 1151-1; 
man  manegen Vogel singen In den liewen über al: Galander unde nahtegal 
Ieglicher sine stiimne sanc. 
Schultz, nof. Leben. I. 4
        

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