Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Das höfische Leben zur Zeit der Minnesinger
Person:
Schultz, Alwin
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-994665
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-995574
Treplße- 
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Eine einfachere Treppe War am Palas der Wartburg angelegt (Fig. 13). 
Grossartig ist die Treppe gedacht, welche in den Saal des Schlosses 
Montargis hinaufführte. Aus dem Saale trat man erst auf einen 
Perron, stieg dann eine Treppenflucht hinab und gelangte auf einen 
quadratischen Podest, von dem aus drei Stufenreihen das Hinabsteigen 
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Fig. 13. Der Pulas auf der Wartburg. 
zum Hofe vermittelten. Iln Grundriss hat diese Treppenanlage also 
die Form eines lateinischen Kreuzes. Die ganze Treppe war von 
einem durch steinerne Pfeiler getragenen Holzdache bedeckt 1). So 
grosse Treppenanlagen sind in Deutschland wohl nicht üblich gewesen, 
eben so Wenig Wie weite Vorplätze vor den Portalen. In Frankreich 
waren jedoch die Perrons offenbar beliebt. Viollet-Le-Duc führt 
(VII, 115 HI) zahlreiche Belegstellen aus den Epen unserer Zeit an, 
die mir entgangen sind, und bildet die schönen Perrons des Palais 
de justice zu Pa1'is (seit dem vorigen Jahrhundert zerstört) und des 
Schlosses Pierrefonds ab. Die ankommenden Gäste ritten bis an diese 
Treppe 2) und wurden von den Wirthen, die ihnen die Stufen hinab 
1) Dies Sßhloßs existirt müht mehr; ViollefrLe-Due (m, 103; VIII, w; v, 290) 
giebt die Grund- und AUfYiSSS nach den Aufnahmen von Ducerceau (Maisons 
royales de France). 
2) Cröne 940: Der dä, erbeizte vor dem sal; 13135: Die stege er abtfsteic.  
Barletam p. 37, 25; Nü gienc er vür den palas Dä der junkherre üEemwas; E1- 
gestuont an einer Stegen.  Garin I, p. 52: Les degräs monte del palais mar- 
berin.
        

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