Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Das höfische Leben zur Zeit der Minnesinger
Person:
Schultz, Alwin
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-994665
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-995508
Einrichtung des Bercfrits. 
in ein lichtes Zimmer eingesperrt, in dem er seine Abenteuer nieder- 
schreiben und in Gemälden darstellen kann; ein anderes Mal ist sein 
Gefängniss dicht am Garten, nur die Fenster sind mit Eisenstangen 
verwahrt 1), aber er zerbricht die Eisenstäbe und kann so täglich im 
Garten sich ergehen. Und auch Lanzelet kommt in ein anständiges 
Geiängniss, das gross genug ist, und in dem er schon Leidensgefahrten 
voründet 2); sie essen und trinken da ganz heiter zusammen 3). 
Die einzelnen Geschosse des Thurmes waren durch Balkendeoken 
oder noch lieber durch feste Steingewölbe von einander geschieden  
die Communication der Etagen wurde durch feste, in der Mauer an- 
gelegte Treppen oder durch Leitern vermittelt 5). Ursprünglich hatte 
in dem Thurme zugleich der Burgherr gewohnt. Erst im Laufe des 
zwölften und dreizehnten Jahrhunderts hatte man sich bequeme Wohn- 
gebäude errichtet, aber immer musste in dem Thurm in der äussersten 
Noth Raum für die Familie des Herrn sowie für die Besatzung vor- 
handen sein. Grosse Säle Ü), wie z. B. im Schlossthurm von Coucy7), 
und zahlreiche Kammern zum Wohnen und zur Aufbewahrung von 
Vorräthen waren da angelegtS), so dass allen nothwendigen Bedürf- 
nissen im Falle der Belagerung genügt war. Die oberste Etage des 
naus de Montauban p. 305, 20: En trois paires de bujes Ie Hst Kamles entrer 
Et furent (Tambes pars bien batu et rive. En  j- piler de chaisne les fait -iij  
fois passer; En -j- grandisme tronc furent li eoing ferme, Et li charcan del col 
sunt graut enchaiene Et les moufles de fer li fait es mains fermer.  Aiol 9763: 
11 corent les boions des buies (IGSfTGIIIGI Et le carcan li ont moult coiement oste.  
Vgl. Durmars 5813. 
I) Lanc. II, 975: Dine dede nennen gevaen Ende (Iaerna. leggen, sonder waen, 
In eene gayole enden laoengart, Die scone was ende wel bewart Met vesten 
yserinen traelgen. 987: Borne ende broet dat men hem gaf.  II, 22980: Si 
dede Lanceloete dragen doc In ene eaanere gemaect daertoc, Met yserinen vin- 
steren luewart, Die ontdeden jegen enen bogart. 
2) Lenz. 3554: Swen er gevie, der wart geleit In ein brisün, diu was wib. 
3) Lanz. 3682. 
4) Troj. 17488: Swaz meister in den landen ist Bi Rine und bi der Elbe, Die 
kunden ein gewelbe Von künsterichen Sachen S6 starkez niht gemachen, Als 
einez an dem turne lac.  
5) Flore 4178: Der selbe turn innen Driu sehoeniu gewelbe hät, Uf der iege- 
liehen gärt Ein weg ze berge und ze tal.  Auberi p. 203, 211 Mßnte en 1a. tor, 
den graut son li crenel Toute li degre furent fait a, cisel; 24: Ester s'en vait am 
plus maistre crenel. 
6) Flore 4295 ff. 
 7) Viollet-Le-Duc a. a. O. V, 74 ff.  Viollet-Le-Duc, Deseription du chäteau 
de Couey. Per. 1870. 
S) Flore 4183: In den gewelben über a1 Stünt sibenzic kemenäten. Vgl. 5647-
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.