Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Das höfische Leben zur Zeit der Minnesinger
Person:
Schultz, Alwin
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-994665
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1000251
Eheliches Leben. 
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Wenn die Flitterwochen, die Feste und Hoffeierlichkeiten vor- 
über waren, begann das alltägliche Leben wieder. Quälte der Mann 
seine Gattin nicht durch Eifersucht, und wusste er sich ihre Liebe 
und Achtung zu erhalten, dann konnte er wohl auch hoffen, dass sein 
häusliches Glück nicht gefährdet wurde 1). Eine körperliche Züchti- 
0'111] der FTUILI erforder-   
ilenfn Falles angedeihen  
zu lassen, galt durchaus _   c 
nicht für unpassend. mit  l iflliliü 
Siegfried hat die Krieni- 5,!  llhliltl-i      H Hiliiilt; 
hild tüchtig geschlagen.  -_';E'.lilll llilf,     liw (f "Utllri llllllilllll 
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als sie die Brunhild    {l 15   llxllleldqd 
durch ihre Reden verletzt   l  lylpi luyll, 
heißes. Auch in  l Wlll   lt Inkl" lt  
Hinsicht war das Mittel-    H      ' 
alter durchaus nicht so K  [IHN litt] tiiil  
galant, wie diesgewöhn- gygil {EDHH  lm   
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bald die Ehe einmal  utl-lWQl t 
vollzogen war, nach den Fig. 109. Siegel des Conon de Beunme. 
Gesetzen der katho- ' 
lischen Kirche nicht gestattet. Nur einmal finde ich die Trennung 
einer Ehe erwähnt, und zwar in dem Romane Amadas et Ydoine (publ. 
p. Hippeau. Paris 1873), aber da ist der Graf von Nevers durch 
Hexen beredet worden, die Ehe nicht zu vollziehen, und unter diesen 
1) Iwein 2890: Ein Wip, die man hät erkant In alsö stzetem lnuote, Diun darf 
niht mere huote Wan ir selber eren.  Heinr. v. Veldeke XV, 3  I, 38): 
Swer dien vrouwen sezzet huote, Der tuot dicke daz übel steh; Vil inanic man 
treit die ruote, Da mit er sich selben initte slaet. 
2) Nib. Z. p. 135, 6: Ouell hat er sö zerblouwen dar uinbe minen lip: Daz ich 
ie beswarte ir mit rede den inuot.  Amis sagt zu Amiles, er solle nicht anstehen, 
seine (des Amis) Frau zu schlagen; 1068: S'elle voz dist. orgoil ne faussetez, Hau- 
eiez la paume et el ehief Pan ferez, und das thut er denn auch; 1133: I-Iauce la 
paume enz el nes la leri.  Vgl. Her Reininar von Zweter II, 105 (HMS. II, 196): 
Swa guot man hat ein übel wip Und du. bi unverwizzen gar, vervluochet si der 
lip! Da ist lüzzel eren bi, swa sie der ineisterschefte lafliget. Noch bezzer Waer" 
ein senflaer tot Dem guoten man ze lidenne, dan iemer werndiu not. Joh wil 
dich, guot man, leren, wie din meisterschaü ir an gesiget: Du solt dir dine guete 
km entslifen Unt solt nach einem grozen knütel grifen, Den solt ir zuo dem 
liiggen mezzen Ie baz und baz, nach diner kraft, Daz si dir jelie der meister. 
Schaft; Heiz si dir swern, si welle ir übele vergezzen. 
33'"
        

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