Kaisers.
Krönung des deutschen
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tius.
Dann giebt der
Darauf umgürtet
Papst dem Erwählten den
er ihn mit dem Schwerte
Ring und spricht
und spricht.
Darauf wird er gekrönt. Da nimmt der Archidiacon die Krone
vom Altare des h. Mauritius und reicht sie dem Papste. Wenn der
Papst sie auf das Haupt des Erwählten gesetzt hat, spricht er fol-
gendes Gebet.
Die Krönung der Königin. Wenn der Papst die Krone auf ihr
Haupt setzt, so legen sieben Bischöfe ihre Hand auf; und der Papst
spricht mit lauter Stimme, während die sieben Bischöfe schweigen:
Dann giebt der Papst dem Kaiseridas Scepter und spricht.
Darauf kehrt der Papst mit seinen Ministranten zum Altare des
h. Petrus zurück. Da fuhren den Kaiser der Stadtpräfect und der
Primicerius der Richter, die Kaiserin aber der Schiifspräfect und der
Secundicerius der Richter. Wenn diese an ihren Plätzen stehen, beginnt
der Papst: „Ehre sei Gott in der Höhe". Nach Beendigung dieser
Lobpreisung wird die Epistel verlesen, und das Graduale und das
Alleluja gesungen. Darauf legen Kaiser und Kaiserin die Kronen ab.
Dann wird das Evangelium verlesen. Danach legt der Kaiser das
Schwert ab und steigt zum Sitze des Papstes empor; die Kaiserin
folgt ihm. Und sie bringen zusammen dem Papste das Brod, Wachs-
lichte und Gold. Einzeln aber bringt der Kaiser' Wein, und die Kai-
serin Wasser, mit denen an jenem Tage das Messopfer vollzogen wird.
Sodann kehren sie auf ihren Platz zurück. Wenn aber die Präfatio
laeginnt, zieht der Kaiser das Pluviale aus und legt seinen eignen
Mantel an. Sobald die Pax gereicht wird, steigt er zur Communion
hinauf, bekleidet mit seinem eigenen Mantel, und die Kaiserin ist mit
ihm. Nachdem sie die Communion empfangen, kehren sie wieder auf
ihre Plätze zurück.
Nach Beendigung der Messe tritt der Pfalzgraf auf den Kaiser
zu und zieht ihm die Sandalen und Strümpfe [caligas] aus, legt ihm
die kaiserlichen Schuhe [ocreas] an und die Sporen des h. Mauritius.
Und nachdem sie die Kronen empfangen haben, folgen sie dem Papste,
der zu Pferde steigt, bis zu den Bossen, von ihren Führern begleitet.
Wenn der Papst zum Pferde gekommen ist, hält der Kaiser ihm den
1) Bei der Krönung Friedrich Barbarossas am 18. Juni 1155 (MG. Leges II, 98)
folgt darauf: Sobald der zu Krönende mit dem Schwerte umgürtet ist, zieht er es
aus der Scheide und schwingt es dreimal mannhaff und steckt es dann wieder in
die Scheide.