Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Das höfische Leben zur Zeit der Minnesinger
Person:
Schultz, Alwin
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-994665
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1000094
Abschied. 
Wirthe beschenkt wird 1), dass ausser Gold 2) und Schmucksachen die 
Ritter auch Streitrosse, Pferde, Hunde, Falken 3) erhalten, und dass 
auch die Damen nicht leer ausgehen 4). 
Endlich kam die Zeit der Trennung. Mit Küssen und Segens- 
wünschen wurden die Gäste entlassen 5), hinter den Abreisenden noch 
manches Kreuz gemacht Ü). Die Eltern nahmen Abschied von der 
Tochter, die nun mit ihrem Gemalile nach dessen Lande oder Besitz- 
thum fortzog, und gaben ihr manche treffliche Lehre mit auf den 
Weg7). Sie ermahnen sie, dem Manne treu und ergeben zu bleiben, 
1) Rüdiger beschenkt seine Gäste, Nib. Z. p, 259, 1.  Ann. S. Justinae 
Patavini: 1239 Interea dum imperator in predicto monasteiio (s. Justinae) resi- 
deret et imperatrix, filia regis Angliae, Noente mansionem haberet, memoratus 
abbas, curialitatis et largitatis amator," augustum donis gratissimis honoravit. Ob- 
tulit nainque ei duo tapetia lareciosa et solium cum suo apparatu et scabello sup- 
pedaneo artificiosissime insignito, duo plaustra ita preciosissimi vini ac si esset 
de vineis Engadi, 30 modios ordei et 34 plaustra, feni. Sturiones etiam maximos 
ei dedit, quos fecit de partibus Ferarie laortari. 
2) Nib. Z. p. 48, 2: Vil nianege Schilde volle man des schatzes truoc. Er 
teilte ane wäge den friunden sin genuoc. Bi fünfhundert marken unt eteslichen 
baz; p. 227, 3: Dö hiez der küncc riclie (der was den boten holt) Durch sines 
herzen tugende tragen dar sin golt Üf den breiten Schilden, Der er vil mohte 
han: Ouch wart in richiu gäbe von sinen friunden getan. 
3) Durmars giebt nach seiner Hochzeit armen Rittern (15188) chevax et pale- 
frois, liennas et copes et deniers, sowie (15191) Grifauz et ostoirs et faucons. Ce 
donoit il as hauz barons. Des ioeax prent li rois Artus -1- bel ostoir norrois sens 
plus.  Guill. de Palcrne 2944: Destriers et muls et palefrois, Joiaus d'or iin, 
chicns et oisiax Leur ont trainis par ces ostiax.  Herz. Ernst 500: Er gap den 
wiganden Manigen samit breiten, Die mül mit den gereiten, Dar zuo silber unde 
golt Unde manigen richen solt. 
4) Armer Heinrich 335: Er gewan ir swaz er veile vant: Spiegel. unde här- 
bant Und swaz kinden licp sol sin, Gürtel unde vingerlin.  Schionatulander 
bringt der Sigune aus der Heidenscliait mit (Tit. 4404): Crone, tassel und ander 
rich gespenge, Gurtel, beugen nepfe.  Meleranz 3790: Fürspan, gürtel, vingerlin 
Gap Jenower diu getriuwe Ane herzen riuwe Den juncfrowcn al gelich, Die mit 
der künegin von Frankrich Waren komen in daz lant. 
5) Parton. 20816: Diu werde süeze keiserin Gap im ir segen und ir kus.  
Reiniried 7080: Er nam urloub unde neic Dem künc, der gap im sinen segen Unt 
bat sin got mit flize pHegen.  Meler. 303: „G0t pflege iur, ich wil heimen varn." 
„Juncherre, got müez iuch bewarn. Wucr iu hie liebes iht geschehen, Des wmre 
ich frö, des wil ich jelien." Alsö sprach der reine Wirt; 1550: Du solt mit niinem 
kusse varn. Got der müez dich wol bcwarn. 
6) Virginal 571, 12: Her Bibunc hinder sich gesach: Si machten im manc 
kriuze nach. Cf. 1076, 4. 
7) Reinfried 11618-11784. 
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