Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Das höfische Leben zur Zeit der Minnesinger
Person:
Schultz, Alwin
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-994665
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1000038
und 
Festmahl 
Lustbarkeit. 
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schönen Wandteppiche sind aufgehängt  der Fussbodexi ist mit duf- 
tenden Blumen, Rosen, Veilchen, Lavendel, Lilien bestreut worden 2). 
Nach der Rückkehr in den Palast ging man bald zu Tische. Bei 
Percevals Hochzeit wird die Zeit zwischen dem Diner und dem Souper 
durch die Spielleute und Jongleurs ausgefüllt 3). Gewöhnlich ist aber 
nur von einem Festmahle die Rede. Die Spielleute musicirten dabei; 
draussen drängte sich die Menge; es herrschte eine allgemeine, dem 
Zeitgeschmack angemessen laute, lärmende Heiterkeit4). Dann ging 
man daran, Geschenke an die Spielleute auszutheilen; der Bräutigam 
begann damit, alle die Fürsten und Herren folgten ihm nach. Da 
erhielten sie seidne Stoffe, Silber- und Goldgeschirre, Maulthiere und 
Streitrosse, Pelzwerk u. s. W. 5). Der Bräutigam hatte schon vorher 
den Hofdamen seiner Braut Präsente geschickt"). Die Gesellschaft 
erfreute sich daran, den Kampfspielen zuzuschauen, oder sie sahen sich 
das Schloss und seine schön geputzten Säle an. Kurz, sie vertrieben 
sich die Zeit, bis der Abend anbrach 7). 
1) HvETrist. S80: Des herzogen palas Was al um und umbe gar Behangen 
mit sperlachen klar, Die meisterlichen warn gebriten, W01 geworht und under- 
spriten Mit siden und mit golde. 
2) Willeh. 144, 1: Vil teppch übr a1 den palas Lac, dar üf geworfen was 
Touwic rösen hende dicke: Den wurdn ir liehte blicke Zptreten: daz gap doch 
süezen wäz.  Cröne 17409: Ouch was üf den esterich Ein pfeller überal gebrei- 
tet Unde dar üf gespreitet Von bluomen ein gröziu kraft, Als ez diu vrouwe tu- 
genthaft Durch ir selber ere g-eböt: Lilgen unde rösen röt Dise edlen bluomen 
wären, Darmnbe daz sie bämen Dem sal einen edlen smac.  Parton. 20826: N'ert 
pas jonchie de jonc, Mais d'inde flor de violete Et de levenque menuete Estoit 
poldree espessement. 
3) Gerberts Interpol. Potvin V, 201 ff. 
4) Eneit p. 345, 25: Dö si dö gesäzen Und fröliche gäizen Vil wol näch ir 
willen, Dö was kleine stille, Der schal was alsö gröz, Dez ez die bösen bedröz. Dü 
was spil unde sank, Buhurt unde gedrank, Phifen unde springen, Videlen unde 
singen, Orgehi unde seitspil, Maneger slahte froude vil. Der junge kunech Eneas, 
Der dä. brütigome was, Her bereite dö die spilnian; Der gäbe er selbe hegen. 
5) Eneit p. 346, 13: Dar mich die vorsten riche Geben vollechliche, Ir ieslich 
mit siner hant, Daz türe phelline gewant, Golt und aller slahte SChilt, silber unde 
goltvat, Müle und ravide, Phelle und samide, Ganz und ungescröten, Managen 
bouch röten. Dorchslagen goldin, Zobel unde harmin Gäben die vorsten, Wan siz 
tün getorsten. Herzogen unde gräven Den spihnannen sie gäven Grözlichen unde 
sö, Daz sie dannen schieden frö Und lob dem kunege sungen Ieslich näch siner 
zungen. 
6) Eneit p. 341, 18: Sine kameräre Hiez her (lau-e zü zim gän Unde hiez brin- 
gen sein Vingerlin und beugen    (24) Daz gab her den ürouwen    (28) Her 
321.111,16 ein türe houbetgolt Irre (Lawinen) meisterinne Ze liebe und ze minne. 
7) Flneit p. 339, 29: Michel froude dä. was In cies kuniges lmlas Von sunge 
und von seitspile. Dä was ritfmre vile, Manech verste riche Saz d-ZL h-öliche Und;
        

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