Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Das höfische Leben zur Zeit der Minnesinger
Person:
Schultz, Alwin
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-994665
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-999020
392 
Preis 
Erde 
Ueber die Rassen der Pferde, ihre Vorzüge und Mängel, ihre Gang- 
arten, die Namen der Streitrosse berühmter Helden, brauche ich hier 
wohl nichts mitzutheilen. Die Abhandlung von Friedrich Pfeiffer "das 
ros im altdeutschenM), die Zusammenstellungen von Reiifellberg 2) 
bieten ja das vorhandene Material in erschöpfender Vollständigkeit. 
Gute Pferde waren sehr theuer. Walther von der Vogelweide sagt, 
(lass sein Ross, welches ihm der böse Gerhard Azze erschossen hat, 
drei Mark (etwa 120 RM.) werth gewesen sei; aber 1274- wurde in 
Basel ein Pferd für hundert Mark verkauft, das man sogar auf 
zweihundert Mark (S000 RM.) geschätzt hatte 3). Und das Pferd, 
welches der Böhmenkönig Wenzel II. in Nürnberg bei dem Reichs- 
tage von 1298 ritt, wurde gar auf tausend Mark (40000 RM.) ge- 
schätzt 4). Das Schlachtross, das Kaiser Rudolf 1288 kauft, kostet 
34 Mark (1360 RM.) (Böhmer, Acta imperii selectat I, 300. N. 408). 
In London wurde alle Freitage, mit Ausnahme der Feiertage, ein 
grosser Pferdemarkt abgehalten (Willelmus fll. Stephani, Vita S. 
Thomae, ed. Griles, 175). 
Damen ritten gewöhnlich auf den sicheren, ruhigeren lllaultliieren  
Der besonders gewandte Ritter schwang sich am liebsten ohne den 
Steigbügel zu berühren G) in den Sattel; in der Regel jedoch bediente 
wein 3700: E110 ghecele, (12101 111 1110110 Der joncfrouwe11 r1ec1e menighcn pant, 
Brohti gevoert in siner haut. Ghcnmect met acht starken ricmen.  Perc. 37498: 
Son frain in. sa. main destre tint Et l'autre 1111 lien (Pescorgie K1 111113111: beles et 
polies Dont e11e 1a 111u1e kacoit; 5989: Une dznnoisele qui vint  1111110 
et tint E11 sa 11121111 destye une escorgie; 18797: E11 S11 11111111 0b nne corgie D'or 
et dfargent ert ensignie.  Erec 147: Et ot 011 Sib 11121111 111101100 Une c0rg1c en 
son noe.  Durmars 1895.  Chev. ms  espees 1145: En sa 11111111 001111111; bien 
aprise A lors une corg-ie prise Dont tout ert d'yvo11'e 1a. manue Et 1es üinges du 
soie blance; 5167: 9a une corgie de soie; 396: (Le nain) E11 szu 11111111 tint uns 001'- 
gie De soie a. un baston d'yvoi1'e K1 entaillies ert zu trifoire.  Guil. Brito, Phi- 
lippid. VIII (Duchesno V, 197): Ast 1111 fzunulunl laietatis V81'1.)tL ferentmn Onederc 
theutonico non erubuere flagello. 
1) Breshm, 1855. 
2) Le Chevalier au cygne T. 1. p. OXIV 11'. 
3) Ann. Basil. 1274: Bibsileum venit equus veniulis 2 annorum, qui altitudine 
viros non lazmucos superabnt; estilnabzmtur 200 mzxreis, venditus est 100 mznrcis. 
 4) Chron. Colm. 1298.  Vgl. Herb. v. Fritzl. '1'1'oj. 8489: Daz was ein zel- 
dende phert Und was W01 hundert marke wert.  Percev. 2635: Le ceval 111 -c- 
mars valoit; 40956: -M- livres.  Auberi p. 100, 28: 11 nel donast por -111- livres 
d'or. 
5) Parz. 313, 7: Ein 111111 höch als ein kastelän.  Vgl. S. 335, Anm. 6. 
6) Parz. 215, 22: Er spranc drüf äne Stegreif.  Cf. Cröne 7425; M211 u. Beauü. 
p. 213, 32.
        

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