Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Das höfische Leben zur Zeit der Minnesinger
Person:
Schultz, Alwin
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-994665
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-997793
Tsnnbru n 
S011 m] M. 
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Isanbrun1) gleichfalls ein Wollenstoff. 
Molequin 2) hält Francisque-Michel für einen orientalischen Lei- 
nenstoif (ll, 52), Während er Mustabetii) für ein Wollenes Zeug er- 
klärt und den Namen von dem arabischen Mesthabet oder Misthabet 
ableitet (l, 259). 
Sabenßl), ein feines Leinengewebe, das als sehr kostbar galt. Es 
lässt sich waschen 5); öfters ist es mit Goldstickerei verziert"). Francis- 
que-Michel nennt eine Stadt Saban bei Bagdad, die sich durch Schleier- 
Weberei auszeißllllcte (l, 352); vielleicht dass daher der Stoff den 
Namen erhalten hat. 
Scharlatl), Scharlachen (afr. ecarlate), ist ein kostbares Wollen- 
zeug, das hauptsächlich in den Niederlanden und dort vor allen1 in 
Gentg), aber auch in England") gewebt wird. Eine vorzügliche Art 
des Scharlach ist das Brutlachen, Brauttuch 10). Den Namen führt der 
Stoff ohne dass die Farbe massgebend ist; wir kennen grauen"), 
1) La bible Guiot 1618: (Chanoine) As noires chapes cPisanbrun.  Amadas 
et Ydoine 4281: D'un inout delie ysenbrun Dlßülemaigne, noir et dougie, A fleurs, 
51 foellies detrencies Ert covert li cevaus; 4302: De Pisembrun noir detrenciä. 
2) Rom. de 1a. Rose 21927: Bobes faites par grans inaitrises, De biau dras de 
soie ou de laine, Descarlate ou de tiretaine, De vert, de pers 'ou de brunete; 21934: 
Cum li siet bien robe de soie, Cendaus, molequins, Arrabis, Indes, vermaus, (j)au- 
nes et bis, Samis, diapres, eamelos. 
3) Partonola. 5070: Mitaines de mutabet. 
4) G1". Wolfdietr. 1147: Er git mir pfellor sidin, purper und sahen; 1555: Nu 
kunnent ir doch W01 spinnen siden und saben.  Titur. 2493: Man sach (Dr; iach) 
ir blanken arme in sabinen kleiden schon umb in gesweifet.  Kudr. 301: Pur- 
pur unde baldekin hete man dä. unwert vunden. Si gäben hundert sabene die 
besten, die si bi in vinden kunden.  Lanz. 4425: Daz er zeiner banier solte 
haben, Daz was ein van unz an die hant, Von dem besten saben, den man vant, 
In des, kuneges lant von Marro c.  Kudr. 482: Meide    in wizen sabenen. 
Cf. Creseentia 198. 
5) Kudr. 1189: Daz ir sö seine waschet die sabene und ander wät. 
6) Lanz. 3272: Kovertiur und wäfenroc Ein saben röt von golde. 
7) Lanz. 8872: Seharlät was ir beinwät. Vgl. auch Mhd. Wtb. I, 924. 119, 87. 
Scharlätwät: Virginal 555, 3; 796, 3. 
X-IS) Lohengr. 3083: Vil tuoch von Gente, ein teil sehai-laeh geverbet. 
9) LohengT. 3845: Vünfzee Scharlach über sä üz Engellant.  Dämßlltin 6731 
Ein scharlachen von Engelant. Cf. 2342. 7416.  UvdTürl. Wilh. d. H. p. 125: 
Zwelf scharlachen uz Engelant. 
10) Willeh. 63, 22: Brünez Scharlach von Gint, Daz man heizet brütlachen.  
Parz. 313, 4: Ein brütlaehen von Gent, Noch pläwer denne ein läsür.  Erec 
1985: Den besten brütlach den man vant Über aJlez Engellant. 
11) Rom. de Troie 20616: Un mantel (Tescarlate gris.
        

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