Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Das höfische Leben zur Zeit der Minnesinger
Person:
Schultz, Alwin
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-994665
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-997603
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Pfeller. 
auch wieder ausdrücklich von diesen Stoffen unterschieden 1). Pfeller 
ist also mehr ein Collectivausdruck und bezeichnet nicht eine beson- 
dere Art von Gewebe; es fragt sich, 0b die Dichter selbst über die 
Unterschiede der einzelnen von ihnen genannten Seidenstoife recht 
im Klaren waren. Sie stellten, um die Pracht ihrer Helden zu er- 
höhen, alle Namen kostbarer Gewebe zusammen und daher mag es 
wohl zu erklären sein, dass sie den Pfeller neben Specialnamen be- 
sondrer Gewebegattungen noch nennen. Pfeller kommt in allerlei 
Farben vor 2); die Dichter erwähnen schwarzen 3) und weissen 4), 
rothen 5) und grünen 6), blauen 7) und braunen S), mit Kreisen gemuster- 
ten  und mit Scliachbrettmuster verzierten 10) mit eingewebten Blumen 
1) Ortnit 43: Phelle und samit. Richiu tuoch von golde, wol geweielt und 
geweben.  Karhneinet 54, 45: beide pellen ind samit.  Flore 3260: Et vingt 
pailes et vingt samis.  Kudr. 301: Sehzic richer pfelle, die besten die man vant, 
Und vierzic sigeläte.  Flore 3268: Dona u paile u siglaton.  Reinfried 21100: 
Purpur, pfellel reine, Cieläde und samit.  Gui de Bourgogne p. 93: Tires ne 
siglaton ne paile d'Aun1a.rie.  Alix. 235, 2: Cendaus et osterins et laales d'or 
freses.  Richars li biaus 1647: a. uns tyres, pailes, cendaus.  Erec 1955: Vestuz 
de paile et de cendaus.  Herb. Troj. 471: Phellel und zindat; 2611: Zilldtbt 
phellel samit. Cf. 4752. 8721.  En. 340, 9: Die kolter von samite, Von phelle 
und von dimite. 
2) Biterolf 9843: Ein phelle tusenvar. 
3) Wigam. 1557: Phelle swarcz.  Nib. Z. p. 56, 3: Phelle dar obe lägen swarz 
als-(un ein kol. 
4) Dänlantin 3179: phellel was von varwe blanc.  Karlmeixiet 55, 8: Var 
wyssen pellen. 
5) Wigal. p. 277, 39: Röter pfelle von Äräbi.  Meler. 5085: röter 1ahellel. 
Cf. 8033. 9775.  Aye d'Avign0n p. 7: Un paile vermeill (Pamoravine.  Prise 
de Pampelune 3263: Cier paile sangum.  Alixandre p. 351, 8: Un pale esca- 
rimant. 
6) Lanc. I, 43784: Pellen grone.  Wigal. p. 272, 39: Phelle von Ninive, Der 
was grüene als ein kle.  UvdTürl. Wilh. d. H. p. 104: Der phellil was grüene 
als eyn gras.  Gaydon p. 32: Vert pajle.  Prise de Pampelune 445: Un paile 
smeraudin. 
7) Gaydon p. 260: Un paile b1oi.- Chevaliers as -ij- espees 4790: Reube d'un 
bloi paile de Tyr A roses d'or toute entierine.  Ludwigs Kreuzf. 6228: blauer 
pheller.  
8) Gui de Nanteuil p. 7: brun paile.  Percev. 28005: Et 1a. sambue D'un 
brun pale Ä flors (Pargent fait en Tesale (nicht Cesare).  Doon p. 200: La. co- 
verture fu d'un brun pzuile roe.  Athis D 134: Ein phellil violin brün.  Karl- 
meinet 85, 40: pelle brun. 
9) Gaydon p. 196: -ij- pailes roez.  Percev.20202: -j- riee paile roe; cf. 21243; 
21791: palie roe; cf. 24876. 36538.  Gui de Nanteuil p. 5 bedeuten pailez 
entailliez de colour und pailes ä colors geronnez ganz dasselbe.  Huon de Bor- 
deaux p. 96: Et fu vestus d'un paile gironne. Cf. p. 303-  
10) Gaydon p. 197:  paile ouvre ä. eschaquier.
        

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