Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Das höfische Leben zur Zeit der Minnesinger
Person:
Schultz, Alwin
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-994665
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-997143
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Gürtel. 
sammengehalten. Der Gürtel bestand aus drei Stücken: der Borte, 
der Rinke und dem Senkel 1). Die Borte ist gewöhnlich aus Seide 
gewirkt 2), oft durch lnschriften noch 
 prächtiger decorirt. S0 Wird im Mele- 
"rml, lt? ranz (689) ein Gürtel beschrieben, auf 
 "s" da.) dessen Borte mit Edelsteinen die In- 
"e 514i? schrift eingelegt war: „ßMannes langer 
 mangel Daz ist der herzen angelw), Die 
 buchstab an dein strichen vor Die 
  a1   _ sprächen ßdulcis laborß; Daz spricliet, 
   _ sö mir ist geseit, Minne ist süeziu ar- 
Äil, ritt!"    M Ä i"    
    k beit." Beruhmt-waren die Borten oder 
N  T" i,  Riemen aus Irland 4), der Bretagi1e(?) 
7  i" llldL d ß be 1 (r e  
  räfgägliiiimulaalmmgai) Jwglääixäiaw 1 on on  a r auci ie anzo- 
P   g I; g  
  v; 3x3,   {Jiftgl X    
' 1 i  ivrtill   
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.     1) Titur. 5502: Der gurtel (hier stucke 
AD l ,  N   ist: rinke, senkel, porte; Daz er sich iht ver- 
 '21;   E  W215i  zucke, S0 hat er undersatz von nianigeiii 
31;!  '     l   orte. Die Spangen silberin goldes ich niht. 
   Eß j "1 meine. a 
   '   i) h 2) Martina p. 22, 5: Nu was daz reine 
  um, Q  bilde, So kiuscli und ouch so milde, Diu 
r gy 1:1  SEK; {t i? guote sundeii frie, Über die suggenie Mit 
f?!  b,  IX  ä  Ei 1 einem borten umbegebiii, Der was gewürkit- 
7'  44 12'   xi  noch gewebin, Er was ouch niht gestrickit 
 i l   i f  Uz siden noch gerickit, Und was niht nach 
 2'  K  i  i  , pllihte Gemachit in der tilite, Gezwirnet noch 
 im  i l y'  f) gesponnen, Dez ir got wolde gunnen. Gezet- 
  r  ' g .   tilt noch gedrihit, In hat got gemhit, Noch 
I,  1  m". f Ywqgzwxl   gevnirkit in der rame, Sie mohtin haben ane 
2 w: z '    ;  schaine, Noch gewurkit in sielten. 
ä; .4   w,  "q  1 
 j   z  ß  e  3) Dieselbe Inschrift, nur mit der Vari- 
 fi  .5.     
  '  atllgni Lielieä langer mangel etc, findet sich 
au einer si ernen Trinkschale, die der Mar- 
Fis- 55- Gfabmal in der Kirche garetha Maultasch gehört haben soll, jetzt in 
zu Jmgny (um  der Ainbraser Sammlung bewahrt wird. S. 
 Ed. v. Sacken Ambraser Sammle". H, 137. 
4) Lanz. 5798: Mit einie riemen von lberneiWas si begurtet harte wol.  
lilrec 1556: Ouch wart der frouwen Eniten Gegurt uinbe ir siten Ein iieiiie von 
lberne: Den tragent die frouwen gerne. Vgl. Wigalois p. 269, 12; Cröne S276; 
Flamenca 2262. 
5) Wiganiur 1536: Das der rieine solte sein, Das war ain port pritanein. 
6) Titurel 1250: Uz pliat siden wol gefar Sigun lie von ir slifen Von Lunders 
einen borten klar.  Willeh. 154, 26: Ein güitel braht von Lunders, W01 geworht 
lanc unde sinal (Des driim tet üf die erden val: Diu rinke ein ruhin tiure).
        

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