Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Das höfische Leben zur Zeit der Minnesinger
Person:
Schultz, Alwin
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-994665
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-996773
Ideal 
Hässlichkeit. 
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Schönheit unbedingt eine weiche, glatte Haut, ein wie aus Rosen und 
Lilien gemischter Teint. 
Für hässlich galten die Buckligen, Leute mit dicken Köpfen, rothen 
oder struppigen schwarzen Haaren. Den Rothköpfen traute man 
Falschheit und Bosheit zu. Breite und struppige Augenbrauen, 
übermässig grosse Augen, breite, plattgedrfrckte Nasen, runzlige Hänge- 
backen, dazu ein grosser Mund mit grossen, vorstehenden Zähnen, 
grosse, hängende Ohren, lange, dicke Arme, kurze Finger mit langen, 
scharfen Nägeln, bei Frauen grosse, hängende Brüste, kurze und breite 
Füsse, die schienen damals wie heute widerwärtig. Nach dem Ideal, 
welches sich jene Zeit von der körperlichen Schönheit gebildet hat, 
sind die Gestalten der Heiligen, sind die wenigen uns erhaltenen 
Figuren an Grabdenkmälern gearbeitet. Für die Darstellung des 
Terlfels und seiner Gesellen wurden dagegen die Züge benutzt, die 
man als hässlich anzusehen gewöhnt war.
        

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