Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Das höfische Leben zur Zeit der Minnesinger
Person:
Schultz, Alwin
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-994665
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-996343
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Losen 
und 
Schreiben. 
des Lesens kundig 1); einige, wie die Gesellschafterin der Dame de 
Fayel, verstanden selbst zu schreiben 2). Die Kinder erlernten das 
Schreiben, indem sie zuerst ai1f_Wa.chstäfelcl1en mit Grilfeln die Buch- 
. n   staben nachmalten 3) (s. Fig. 37 nach P. Lacroix. 
  Moeurs et usages Fig. 54); das Pergaiuent war 
 k)  viel zu theuer, als dass man es zu solchen 
  Uebungen gebraucht hätte; später Initürlich, 
   wenn sie wichtigeres zu schreiben hatten, be- 
  I) dienten auch sie sich des Pergamentes 4). Schrei- 
 WI  ber von Profession führten Pergament, Feder 
r  .1   
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   M  
I. t itlhtdi  
  {l litlfiliitt 1 Flore et Blzmehelieui: 231: Livres lisoient mienors 
   eilt)"  1  
I] ß Iylykwln Et ooient Pibflßl" däunors.  _lwe1n 6455: Unt vor m 
15'  I i beiden snz ein nnwt Diu vil wol, ist mir gesagt, Wäl- 
.1 {i   s    
  hisch lesen kunde.  Wigztl. p. 73, 9: hin schoemu 
  l n v mztget vor ir lns In einem buoche ein maere, Wie Troje 
 i    zerfüeret weere.  Eine Jungfrau von siebzehn Jahren 
W   ' liest ihren Filtern denßnRonntns de Troie" vor. Chev. 
1:  111 zis -ij- espees 4266.  Die Königin GÜDOVHI liest bei 
     einer Lnndpartie ihren Rittern und Damen einen Roman 
  vor. Qhev. as -ij- "espees 8951.  Berte p. 24: (Borte) 
F; e_n son lit en seant Jrist ses Heures in dire Gar bien 
t   1   
{i ltf estoit letree et bien szwoit l1re. 
i)  2) Chast. de Couei 3105:b- Je meismes escrire szuy, 
 3 De Tescrire bien ouverrny Et V0us afait (leviseres Ce 
  que vous mztnder li vorres. 
 w 3) Flore 662: Und bevnlch sie einem lneister Und 
"i   geWzLn in einen pfarfenU- Wenn sie aus der Schule 
 E) kommen, gehen sie in den Gerten (768): D21 was der 
Im) 3T Zwei-Grilfß1_ kinde dmbiz Gereit aller tegelichi (809): so giengens 
14b Jahrhundert nätch nnbize ze schuole und ze ilize; 828: lr tzwelin  
was von helfenbeine, Scheene griffelin von golde; 2358: 
Er zöch ein güldin griffelin Üz sinem g'riffelfnoter.  Renner 173-19: Tzwel und 
g-rirfel in schuler henden.  Apoll. 2084: Si nam ein wzthstevelin Und sehreip 
tläbftl-ll ir widerpot.  Nith. XCVI, 2 (HMS. lll, 261): Daz ich uz ir hende ein 
glesin griffel nein: Dez wart ir gekoufet üz der kmnf Da, stuond ez veile.  
Flore 258: Lor tables d'yvoire prenoient; 263: Lor graffes sont d'or et (Pargent. 
 Ordaricus Vitalis l. lll, e. Vll: (Osbernus rector eeclesizie Utieensis [Ouche]) 
juvenes vztlde eoärcebat eosque bene legere et psallere zttque seribere verbis et 
verberibus eogebat. Jpse propriis manibus seriptorizt pueris et indoetis para- 
bztt, tztbulztsque ceru illitas prauepatrztbat operisque inodum singulis eonstitu- 
tum ab eis quoti die exigebat.  Vgl. Wattenbaeh, Sehrittwesen.  vAbbildilngen 
von Diptychen s. v. d. Hagen, Bildersaal, Tzti XIV, XLI, XLll-  lßlfellbßlllerne 
Diptychzt des 14. Jh. im Berliner Museum, v. d. Hegen, Bildersal,  XLV, 1. 
4) Alexanderl. 203: und scriben eine pergemmt.  Flore 267: Ens en un an 
et quinse dis Furent andoi si bien apris, Que bien sorent parler latin Et bien 
escrire en parkemin.
        

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