Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Das höfische Leben zur Zeit der Minnesinger
Person:
Schultz, Alwin
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-994665
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-995916
Kennznäte. 
ähnlich wie der Saal mit Gemälden geschmückt, werden bei festlichen 
Gelegenheiten, wenn sie z. B. als Brantkammern dienten, mit Um- 
hängen decorirt, ihr Fussboden mit Blumen dick bestreut 1). Das 
Hauptniöbel ist das grosse Bett, in dem der Herr mit seiner Gemahlin 
gemeinsam schlief 2). Die Form des Bettes ist schon geschildert 
werden. Gewöhnlich hatte dasselbe noch Vorhänge 3). Vor dem Bette 
liegt ein Teppich, damit beim Aufstehen und Zubettgehen man nicht 
mit den blossen Füssen auf die kalten Steinfliesen des Fussbodens 
zu treten brauchte  Auf eine Bank am Bette setzte man sich beim 
Entkleiden; zur Bequemlichkeit stand auch noch ein Fussschemel 
hereitil). Die ausgezogenen Kleider Wurden über ein Gestell, den 
"ltic", gehängt, eine Querstange, die von zwei senkrechten Pfosten 
1) Mai u. Beafl. p. 91, 10: Gein der kelnenäten er gie, Dir ir bette bereit 
was. Süeze bluomen unde gras Was vil dar umbe gestreut; 
2) HvF. Trist. 2683: Der kiinik (Marke) eines siten pflac, daz er besundern 
eine lak. War von daz kwzeme, wer weiz dm? E2. was lihte mnb den alten lnrz 
den er truok ze der künegin. Isoten was ein bette hin Grenmehet an die 2m- 
dern warnt. 
3) Aiol 6332: Or gires rwoee moi per desous 111a cortine; 10962: Gele nuit 
voiremexit u. joie sesbzniissent, S'il. font iu de eortine (z minneslail).  Dolopathos 
p. 110: Li rois dort avec 1a. reine En  haut lit, soz 1a eortine, Mox de coustes 
et blans (le (lrns. Li orilliei- valent -c- man's; Trop sont riehe et soef oulmit. 
 Othloni Vital, s. Wolfkangi e. 27: Quoniimin ergo seinper pauperes in eius vieinitaute 
c0n11n0ramlnLntur, unus eormn eubieulum intrans de eoitinn, quae pendebet. ad 
leetum eius, partem abseindens non parvzun. festinanter aufngit. 
4) Walewein 2628: Een pellel lach daer gheslareet ane Den vloer, dat hi niet 
vulen soude Sine voete.  Parz. 191, 24: Ein teppieh was geleit derfür.  Pan-- 
ton. 1086: Devant le lit gist uns tapis Qui est de plinnes de fenis.  Guill. de 
Palerne 5386: So une eoute gzunbisie D'un vert sainit, dbrfrois listee, Qui ert 
devant son lit getee; La se sont il tuit troi assis. 
5) Nib. Z. 13.101, 1: Si warfen üz dem bette dir bi üf eine brrne Dez im sin houbet 
lüte an einem sehamele erklanc.  Pznrton. 1140: Von zederholz ein selnnnel was 
Vor dem bette, üf den man schreit. D51 was ein tepieh üf geleit Rieh unde selt- 
seene erkant; 1174: Hie mite saz der guote Für daz bette künielieli. Dä stuont 
ein sezzel harte rich, Dar in so lie sich dö der knabe. Aldä wart im gezogen 
erbe Dzw. gesehüehe sin zehant.  Herz. Ernst 2614: Swaere unt niht ze ringe 
Eine side] wol getän Die sirhens vor dem bette stäm: Diu was algemeine Von 
wizem helfenbeine Vil spseheliehen ergraben Unt mit golde W01 erhaben Mit 
meisterlichen listen. Vier gröze ämetisten Üf den knöphen obene Stuonden wol 
ze lobene Wit. unt röt als ein bluot. Ein pheller tiure nnde guot Was der über 
gespreitet. Sus was diu sidel bereitet Von dem riehen bette dä. Ein samit vier- 
eeke unde blir Was geleit üf den esterieh, Geziert mit einem borten rieh.  
HvF. Trist. 4782; Vor dem bette uf eine bank Gar schone sie da. nidersnzen, 
Dar uf geleget ane mazen Gar tiuwer polster WELTCII, Bedecket mit tuoeheix 
klaren Geworlit nz edelen siden.  Parken. 1089: Une ehaiere a pres del lit, 
Dont li pecol sont d'or bien euit. 
Schu ltz, hilf. Leben. I. 6
        

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