Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Das höfische Leben zur Zeit der Minnesinger
Person:
Schultz, Alwin
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-994665
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-995866
Leuchter. 
leuchter für den profanen Gebrauch sind Wahrscheinlich ähnlich gear- 
beitet gewesen. Auf den oberen Rand des metallenen Reifs sind die 
Dornen befestigt, auf welche die Wachskerzen aufgestossen werden, 
und an jedem Dorn ist ein breiter Teller angebracht, das herabfliessende 
Wachs aufzufangen. Wenn wir jedoch die Miniaturen des 15. Jahr- 
hunderts, zumal die, Welche von 
burgundischen Künstlern her- 
, rühren, in Betracht ziehen, so 
  finden wir oft eine sehr primitive 
llx Form des Kronleuchters selbst in 
 i"  den Salons fürstlicher Persönlich- 
 keiten dargestellt: ein einfaches, 
t  1nit Dornen zum Aufstecken der 
 l; Lichter versehenes Holzkreuz ist 
I"? da wagerecht an die Decke ge- 
 hängt. Wir können daher wohl 
lwl annehmen, dass auch zwei bis 
lfw drei Jahrhunderte früher diese 
f, 44k  schlichtere Form des Kronleuch- 
[Qüfxr   ters nicht unbekannt gewesen ist. 
 QÜ  Ausser den Kronleuchtern werden 
  ß Wanidjleuchteäberwähnt 1).  
s  e!  r   e1m endessen werden 
 m)  dann noch Leuchter mit Kerzen 
 W  aufgestellt?) Die Leuchter (kerz- 
  (42 stal), aus Gold gearbeitet, mit 
Zäh Krystallkugeln verziert 3), glichen 
Fig. 26. Leuchter des Germanischen Museums. Wohl in ihrer Form den Kirchelk 
leuchtern, deren so viele, meist 
aus Bronze gegossen und zumal an ihren unteren Theilen reich orna- 
mentirt, in Kirchenschätzen und Sammlungen erhalten sind. Abbil- 
dungen emaillirter Leuchter bei C. Becker und J. v. Hefner-Alteneck, 
„Kunstwerke und Geräthe des MA." I, T. 66. 70, bei H. Shaw, „The 
1) Parz. 229, 23: Si giengen üf ein palas. Hundert kröne dä gehangen was, 
Vil kerzen drüf gestözen Ob den hüsgenözen, Kleine kerzen umbe an der want. 
2) Parz. 638, 13: Uf a1 die tische sunder Truoc man kerzen ein Wunder. 
3) Parz. 34, 26: Guldin Wärn ir kerzstal; 232, 18: Ietwederiu üf der hende 
Trouc von golde ein kerzstal.  Lanz. 888: Zweiguldinen kerzstal.  Alexnnderl. 
5823: Vor ir tabele Stunden Zwei edele kerzstallen Von lütteren cristallen. Dä, 
was gesamt inne Manie scöne ginnne.  Oröne 14743: Vier guldine kerzstal; 
29354: Die truogen zwei kerqestal, Durchslagen gar über a1 Wären sie ouch beide.
        

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