Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der liturgischen Gewänder des Mittelalters oder Entstehung und Entwicklung der kirchlichen Ornate und Paramente in Rücksicht auf Stoff, Gewebe, Farbe, Zeichnung, Schnitt und rituelle Bedeutung nachgewiesen und durch zahlreiche Abbildungen erläutert
Person:
Bock, Franz Müller, Georg
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-932
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-5182
 
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General-Versammlung der christlichen Kunstvereine zu Regens- 
burg dem „Kirchensehmuck", dessen dritter Band heute bereits 
in der Herausgabe begriffen ist, ihre Anerkennung und ihren Bei- 
fall nicht versagt. Da die gedachte Zeitschrift in neuester Zeit 
mit ihren Nfustervorlagen nicht nur die deutsche Damenwelt für 
den Schmuck der Altäre wieder in edele und löbliche Thätigkeit 
versetzt, sondern auch im Auslande Anerkennung gefunden hat, 
und sie auch sogar auf die Fabrikation von Kirchen-Ornaten zu 
Lyon einen erheblichen Einfluss zu üben beginnt, so fühlen wir 
uns veranlasst, am Schlusse dieser geschichtlichen Notizen über 
den Entwickelungsgang der Stickkunst im Dienste des Altars dem 
Vorstande des christlichen Kunstvereins der Diöcese Rottenhurg, 
desgleichen den unermüdlich thätigen Herausgebern der gedachten 
Zeitschrift unsere Anerkennung hiermit öflentlich auszusprechen 
für den wirksamen, veredelnden Einfiuss, den das mehrfach ge- 
dachte Blatt in dem Bereiche der Ornat- und Paramentstickerei 
heute in weiten Kreisen gewonnen hat. Wenn in Zukunft der 
Jiirchenschmuck", wie das mit Sicherheit zu erwarten steht, 
von den kunstsinnigen Frauen und Jungfrauen des katholischen 
Deutschlands eine thatkräftige Unterstützung finden, und wenn 
insbesondere der Pfarrklerus dem Blatte, das mit grossen Opfern 
unter uns entstanden ist, die erwartete Beihülfe zuwenden wird, 
so darf man mit Grund annehmen, dass noch mehrere Jahrgänge 
der besagten Zeitschrift folgen werden. Bei einem solchen thätigen 
Zusammenwirken dürfte es alsdann in Zukunft den verdienstlichen 
Bestrebungen des eben gedachten christlichen Kunstvereins gelin- 
gen, vermittels der thatigen Beihülfe der besagten Monatsschrift 
auch für die Gegenwart wieder jene Blüthezeit auf dem so lange 
vernachlässigten Gebiete der kirchlichen Stickkunst wenigstens 
annähernd herbeizuführen, wie wir dieselbe, der vorhergehenden 
Abhandlung zufolge, in den Tagen des Mittelalters wahrgenom- 
men haben. 
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