Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Maler. Die Architekten. Die Toreuten. Die Münzstempelschneider. Die Gemmenschneider. Die Vasenmaler
Person:
Brunn, Heinrich
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1199232
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1200425
Maler 
Zllf 
peloponnesisohen 
Zeit des 
Krieges. 
 Ein anderes Werk, ein Bild der Scylla, verdankt seine Erwähnung dem Um- 
Stande, dass Androkydes als Liebhaber von Fischen diese in dem Bilde mit 
besonderer Sorgfalt behandelt hatte: Plut. Quaest. Symp. IV, 2 u. 4, p. 665D 
und 6680; Athen. VIII, 34-1 A. 
Von K0 lotes aus Teos wissen wir nichts, als was bereits unter Timanthes 
erwähnt 
worden 
Kallimachos, 
der bekannte Bildhauer, soll nach Einigen auch Maler gewesen sein: Plin. 34, 92; 
Vgl. Th. I, S. 176.  Auch 
Plato 
Soll sich in seiner Jugend mit Malerei beschäftigt haben: Diog. Laert. III, 5; 
Appul. de dogm. Plat. 1. 
Kleisthenes und Menedemos. 
Der Philosoph Menedemos, Schüler des Plato, hatte zum Vater den Klei- 
sthenes, welcher zwar aus dem edlen Geschlechte der Theopropiden stammte, 
aber Architekt und arm war; nach andern soll er auch Scenenmaler, und Mene- 
demos in beiden Künsten sein Schüler gewesen sein. Weshalb, als dieser ein 
Psephisma einbrachte, ein gewisser Alexinikos über ihn spöttelte: es komme 
einem Philosophen nicht zu, weder eine Scene, noch ein Psephisma abzufassen 
HYQdqJELVLlI Diog._Laert. II, 125. 
Von Zeuxippos aus Heraklea ist bereits in den chronologischen Er- 
örterungen über Zeuxis die Rede gewesen. 
Polyeidos 
wird als einer der berühmtesten Dithyrambendichter und zugleich erfahren in 
Malerei und Musik von Diodor (XIV, 4-6) angeführt, und als seine Blüthezeit 
Ol. 95, 3 angegeben. 
Elasippos. 
Plinius sagt (35, 122), die Enkaustik gelte nach Einigen für eine von Praxiteles 
vervollkommnete Erfindung des Aristides; doch gebe es ältere enkaustische 
Bilder von Polygnot, Nikanor, Arkesilaos aus Paros. „Auch Elasippos (nicht 
Lysippos) schrieb auf sein Gemälde der Aegina äväxaev, was er gewiss nicht 126 
gethan hätte, wenn nicht die Enkaustik erfunden gewesen wäre." Plinius musste 
also Elasippos für älter als Aristides halten. Dass nicht ein Gemälde zu Aegina, 
sondern eine Darstellung der Aegina, der Tochter des Asopos zu verstehen sei, 
hat richtig Panofka (Arch. Zeit. 1852, S. 444-6) bemerkt. 
Endlich ist von Müller (Hdb. ä 137, 4-) und Schöll (arch. Mitth. S. 85) 
ein gewisser Idaeos oder Adaeos als ein Maler dieser Zeit angeführt worden, 
indem er die Zierrathen am Pferdegeschirr des Agesilaos gemalt habe; Xem  
hist. gr. IV, 2, 39; Plut. Ag. 13. Allein in dieser Angabe liegt ein doppelter 
Irrthum, worauf schon das Auffällige eines gemalten Pferdeschmuckes hätte 
aufmerksam machen sollen. Agesilaos will dem Sohn des Pharnabazos ein Ge- 
Schenk machen, und da er selbst nichts zur Hand hat, nimmt er den Schmuck 
von dem Bosse "des Idaeos. Dieser aber wird nicht gwygdqaog, sondern ygaupslig 
genannt, welches Wort nach der Bemerkung Valckenaens (zu Theokn Adon. 
p. 293) auf einen Mann in dem kriegerischen Gefolge des Agesilaos angewendet, 
gewiss weit richtiger durch „Schreiber", als durch "Maler" zu übersetzen ist.
        

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