Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Maler. Die Architekten. Die Toreuten. Die Münzstempelschneider. Die Gemmenschneider. Die Vasenmaler
Person:
Brunn, Heinrich
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1199232
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1200256
Maler. 
Telephos, Achilleus, Agarnemnon, Odysseus: Plin. 35, 71; 
also wahrscheinlich die Heilung des Telephos, wie sie sich in dem schönen 
von Gerhard im dritten Winckelmanns-Programme publicirten Spiegelbilde, nur 
mit Ausschluss der Figur des Odysseus, dargestellt Endet. Ob letzteres auf 
das Original des Parrhasios zurückzuführen sei, wage ich nicht zu entscheiden. 
Des Aias Wettkampf mit Odysseus um die Waffen des Achilleus. In der 
100 Darstellung dieses Gegenstandes zu Samos von Timanthes besiegt, behauptete 
er die Niederlage nicht seinetwegen, sondern im Namen des Helden zu be- 
klagen, weil dieser nun hier zum zweiten Male von einem Unwürdigen laesiegt 
worden sei: Plin. 35, 72; Aelian. V. H. IX, 11; Athen. XII, p. 54311; 
Philoktet in seinem Elende auf Lemnos, nach einem Epigramme des 
Glaukos (Anall. Il, 348, n. 5): 
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Obwohl der Name des Parrhasios nicht genannt wird, dürfen wir doch auch 
WOhl das folgende Epigramm des Julianus Aegyptius auf sein Werk beziehen 
(Anall. II, 490, n. 27): 
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Zararm, (Zypünvov 0174m durynaäiryg- 
Auch der jüngere Philostratos (17) beschreibt. ein Gemälde dieses Gegenstandes; 
s. unten. 
Aeneas, Castor und Pollux in einem Bilde: Plin. 35, 71. 
Eine thrakische Amme (Thressam nutricem) und ein Kind in ihren 
Händen: Plin. 35, 70. 
„Philiscus und Liber pater und neben ihm stehend Virtus": Pli- 
nius 35, 70.4 Sofern diese drei Figuren in einem Gemälde vereinigt zn denken 
Wären, würden wir den Dionysos als Schutzgott des Theaters und darum auch 
des komischen Dichters zu betrachten haben. Da jedoch nach Welckers Be- 
merkung (Alt. Denkm. III, S. 315) schon die Verbindung des Gottes mit Arete 
nicht recht klar ist, die Zusammenstellung Beider mit dem Komiker aber noch 
weniger Analogie für sich hat, so werden wir das Bildniss des Dichters lieber 
für ein gesondertes Werk erklären müssen. Ein Dionysos des Parrhasios, der 
im Wettkampfe zu Gorinth den Preis davon getragen habe, wird übrigens von 
Einigen zur Erklärung des Sprüchworts uüöäv ngdg röv Aaövvoov angeführt 
(Apostel. XV, 13; Phot. Suid.), Während Andere dasselbe von einem Dionysos 
des Aristides erzählen. 
101
        

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