Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Maler. Die Architekten. Die Toreuten. Die Münzstempelschneider. Die Gemmenschneider. Die Vasenmaler
Person:
Brunn, Heinrich
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1199232
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1204630
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Vasennlaler 
tragen einen kurzen Rock, wie es scheint, fast durchgängig; mit Aermeln, und 
eine scythische Mütze, einige ansserdein einen leichten Mantel. Beinkleidei- sind 
nur an den äussersten Figuren sichtbar, und diese, zwei zur Linken, drei zur 
Rechten, durch reiche Stickerei ihrer Kleider ausgezeichnet.  Ein anderer late- 
liefstreifen, durch ein reiches Ornament von dem untern getrennt, läuft kreis- 
förmig um den obern Theil des Gefiisses unter dem Halse. Man erkennt einen 
Kentauren, von zwei Kriegern, etwa Eurytion von Theseus und Peirithoos be- 
kämpft. Dieser Gruppe entspricht eine andere: ein sinkender, mit dem Schilde 
sich deckender Krieger, etwa Enkelados, bekämpft von Athene und etwa Hera- 
kles. Beide Gruppen sind zwischen drei andere gestellt: Streitwagen, von denen 
wenigstens zwei sicher von Siegesgöttinnen gelenkt werden, während je ein 
Bogenschütz neben den Rassen erscheint. Ueber diesen Bildern findet sich in 
einem abgesonderten Kreise die Inschrift EEÄVOCDANY'OE EPOIIBIEEN  
Publicirt: Antiq. du Bosphore Cimrnerien p]. 45-46; Gerhard Arch. Zeit. 1856, 
T. 86-87, S. 163 ff. und 2133 fi, wo namentlich die Bemerkungen des Herzogs 
von Luynes besprochen werden, welcher den auf der Vase dargestellten Dareios 
für den Sohn des Artaxerxes Mnernon (Plut. Artax. 29) erklärt. Da er als Jüng- 
ling gebildet ist, so würde sich als Zeit der Handlung etwa die hundertste 
Olympiade ergeben. 
[Zeuxiades 
Diesen Namen glaubten Einige in den gravierten Schriftzügen unter dem Fusse 
einer vulcentischen Schale (Mus. etr. de (Ianixio n. 275, tav. IV, wo für 275 irr- 
thümlich 277 steht) ohne Grund zu erkennen]  
Ein fragmentirter Künstlername    O. IOROS EI"PACDSE lindet sich auf 
den Bruchstücken einer Schale in Lord Northamptonts Besitz, von der sich nur 
das Bild einer Athene oder Amazone erhalten hat: Arch. Zeit. 1846, S. 342; 
de Witte p. 508. 
Als Anhang zu den Vasemnalern mögen hier noch die 
lSSEBII vorkommenden Künstlernamen amgeführt werden: 
Artas. 
geil" 
wenigen 
Glas. 
Sein Name findet sich theils griechisch Al-"FACÜ ("EIJOJ oder (TAG), theils 
lateinisch ARTAS .1 SIDON, oder auch in beiden Sprachen auf den Henkeln oder 
Griffen von Glasgefässen: bei Fahreiti Inscr. p. 530, in Berlin N. 2019; 3691: 
vgl. Panofka Mus. Bartold. p. 157; einige Exemplare in Paris (R. Rochelle Lettre 
p. 228), einige andere sah ich in römischen Privatsarnmlungen und Minervini 
in Neapel (Bull. nap. 1846, p. 23). Ein ganzes Gefäss oder auch nur ein be- 
deutendes Fragment scheint sich nicht erhalten zu haben. 
Eirenaeos. 
Auf dein Henkel eines nicht erhaltenen Glasgefässes, den J. Friedländer in Sy- 
racus für das herliner Museum kaufte, findet sich einer Seite ein Kopf in Relief. 
anderer Seite die Inschrift 
BIPHNAIOC 
CHOIIICSN 
C141 CdNI O U
        

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