Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Maler. Die Architekten. Die Toreuten. Die Münzstempelschneider. Die Gemmenschneider. Die Vasenmaler
Person:
Brunn, Heinrich
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1199232
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1204620
Alph abetisch es 
"zeichniss. 
im gewöhnlichen Gostüm mit dem Caduceus in der Rechten und der Syrinx in 
der Linken: R. Rochette Mon. ined. pl. 49.  8) Wahrscheinlich aus Caere. 
in Berlin (N. 1662); aussen ein Schwan zwischen zwei Sirenen und eine Hirsch- 
kuh zwischen zwei Panthern; dazu auf jeder Seite XSENOKLES: EFOIESEZV. 
Innen ein Jüngling auf einem Hippalektryon reitend: Gerhard Trinkschalen T. l, 
5 und 6.  4) Eine Schale mit gleicher Inschrift wird als vulcentisch ohne 
weitere Beschreibung im Bull. dell' Inst. 1839, p. 71; 1840, p. 128 citirt.  
5) Aus Vulci in München N. 81, ohne Figuren, mit lnschriften wie N. 3.  
6) Bei Gerhard, ohne Figuren mit der gewöhnlichen Inschrift, nur einmal EPO- 
KLESEZV; C. I- 8262- 
Xenophantos. 
Das einzige Gefäss mit seinem Namen ist bei Pantikapaeon in der Krim ge- 
"funden. Es hat die Form eines laauchigen Lekythos, und ist mit Figuren in 
Relief in der Weise geschmückt, dass der weisse Ueberzug mannigfache Spuren 
von Vergoldung und bunter Bemalung; zeigt. Der Styl ist durchaus frei und 
mehr decorativer Art als von besonderer Sorgfalt. In der Hauptdarstellung; auf 
dem Rauche des Gefässes finden wir Jagdscenen nicht rein griechischer Art, 
sondern namentlich in Costüm und Iläewalfnung an die Landessitte erinnernd. 
'Im Felde stehen zwei Dreifüsse auf hohen Untersätzen, kandelaberartig aus 
Pflanzen, ähnlich dem Silphion auf kyrenäischen Münzen, gebildet; zu den Seiten 
derselben je ein niedriger Baum und zwischen ihnen eine Palme. Unmittelbar 
vor derselben, im (Zentrum, sprengt nach rechts vom Beschauer ein mit zwei 
Schimmeln bespannter Wageneinher, gelenkt von AEPOKOZVIAS oder 44.13911- 
xopag, der seine Lanze gegen einen schwarzen Eber neben den Pferden gezückt 
hat. Gerade darüber, aber in umgekehrter Richtung, erhebt ein Reiter, d. l'E- 
JOS, seine Waffe gegen ein anderes Wild, wahrscheinlich eine Idirschkuh. Vor 
dem Gespanne finden wir einen Barbaren mit einem Dolche im Gurte, der beide 
Arme wie zu einem Steinwurf oder etwa zum Schlage mit einer Axt gegen den 
Rücken eines Greifs mit Menschengesicht, oder, wie Andere wollen, mit einem 
gehörnten Löwenkopfe, erhebt. Gegen diesen kämpfen von vorn noch zwei 
andere Barbaren, einer, SEIEAZVIsQ, mit Pelta am Arm und zum Stoss erhobe- 
nem Speer. ein jüngerer hinter ihm in der Stellung eines Bogenschützen. In 
der obern Reihe erscheint ein Barbar, E VPVAAog, mit ausgebreiteten Armen 
auf einen Eber losschreitend, der von einem Hunde auf seinem Rücken gepackt 
wird, während auf der andern Seite ein junger Scythe, balb weggewendet, einen 
seiner zwei Speere gegen das Thier zückt. Indem wir zu den Palmen in der 
Mitte zurückkehren, finden wir hinter dem Zweigespann einen Greif laufend, 
der von zwei Scythen verfolgt wird; der eine, ATPAWIIS, zum Wurf oder Schlag 
ausholend, gleicht in seiner Haltung ganz dem vor den Pferden sichtbaren; der 
andere eilt hinter ihm herbei, die Pelta auf dem Rücken, zwei Speere in der 
Rechten. Gerade über ihm steht wie in königlicher Haltung ein bärtiger Scythe 
mit einer Bipennis, die Linke wie zum Befehl für die vor ihm befindliche Gruppe 
erhoben: ein jüngerer Scythe hält einen laufenden Hund noch am Halsbande 
zurück und ein auf ihn zukommender älterer Scythe (Ifvgog, f-lvpog, oder Ko- 
ovMag) scheint mit ausgestreckter Rechten ihn zu fernerem Festhalten aufzu- 
fordern. Unter dem Henkel reicher Schmuck von Palmetten. Sämmtliche Jäger
        

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