Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Maler. Die Architekten. Die Toreuten. Die Münzstempelschneider. Die Gemmenschneider. Die Vasenmaler
Person:
Brunn, Heinrich
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1199232
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1204569
Alphabetisches 
Vorzeichniss. 
419 9 
breiten Altars erhebt. Amphitrjion, AIIIYDIIYJYQAT, bärtig, mit kurzem Rock 
und leichter Chlamys steht zur Seite, im Begriff mit zwei Fackeln das Holz 
anzuzünden. lhm entspricht auf der andern Seite Antenor,  ein 
Jtingling mit spitzer Mütze, kurzem Rock und Chlamys; auch er mit zvvei' 
Fackeln: mitten im Anzünden jedoch scheint er durch ein plötzliches Ereigniss 
unterbrochen zu sein; erstaunt blickt er nach Alkmene, AAKMI-INITI, die nicht 
als Leichnam, sondern in lebendiger Bewegung auf dem Scheiterhaufen sitzend 
erscheint, in reichem Untergewande mit dem vom Hinterhaupte herabfallenden 
Schleier und dem Mantel um die Hüften. Mit erhobener Rechten blickt sie 
nach oben, wo über Antenor die halbe Figur des Zeus, JEYE, sichtbar wird. 
Ruhig hült er das Scepter in der Rechten; zwei Blitze unten am Scheiterhaufen 
thun kund, dass er den Sterblichen seinen Willen schon offenbart hat; jetzt 
giebt "er mit der Linken weitere Befehle. Alkmene ist bereits mit einer durch 
weisse Punkte angedeuteten Wolke umgeben. um welche sich ein farbiger 
Regenbogen herumzieht. Ausserdem aber giessen von oben zwei halb sicht- 
bare ltlädchengestalten, die Hyiaden, Wasser aus Urnen auf den Scheiterhaufen 
herab. Noch eine andere weibliche Halbfigur, AQE (Eos  mit einem Spiegel  
ist dem Zeus gegenüber, gerade über Amphitryon sichtbar. Der Name des 
Künstlers, HYOQN EFPAQE, findet sich, gerade wie der des Assteas, über 
dem Bilde unter einem Streifen von Epheublättern. R. Ein Jüngling, wohl 
Bacchus selbst, zwischen zwei Bacchantinnen; darüber drei Halbbilder, erklärt 
als Semele zwischen einem Satyr und einem Silen: Nouv. Ann. de Plnst. I, 
p. 487 sqq.; pl. B; Mon. ined. pl.  
Die Verschiedenheit des Styls der beiden Vasen muss allerdings die An- 
nahme von zwei gleichnamigen Künstlern begünstigen; allein trotzdem wage 
ich dieselbe nach den in der Einleitung; dargelegten Gesichtspunkten keines- 
wegs als unumstösslich hinzustellen.  
Sakonides. 
Ueber eine Schale ohne Figuren, s. unter Tlenpolemos, Nr. 3; eine zweite s. unter 
llischylos, Nr. 1.  Eine dritte Schale mit rothen Figuren, aus Vulci, ist mit 
der Candelorfschen Sammlung nach München (N. 27) gekommen: aussen A. IA- 
KONIJES E!" PAGJSENEJIIE; darüber ein Frauenkopf mit rothem Kopiband, 
Ohrringen und Halsband; B. t-AIPE KAI FIEI NEAI, darüber ein ähnlicher 
Frauenkopi. Ueber die Form des Namens vgl. C. l. 8298. Ebenso wie die 
Form Takonides auf falscher Lesung" beruhte, möchte Slakonides, wie auf Nr. 1 
stehen soll, sich bei erneuerter Prüfung des Originals als Irrthum herausstellen. 
Sikanos (Silanion). 
Teller aus Vulci, einst im Besitz des Fürsten von Canino, von Welcker (Rhein. 
Mus. N. F. VI, S. 390) im Jahre 1843 in Siena und bald darauf in Rom gesehen: 
Artemis in schnellem Laufe vorschreitend, in der vorgestreckten Linken den 
Bogen, in der nach hinten ausgestreckten Rechten eine Blume haltend; rothe 
Figur in strengem Style; vor ihr SIKANOS EPOIESEIN. Offenbar dasselbe 
Bild ist es, welches Braun (Bull. d. Inst. 1844, 44) beschreibt als eine Arbeit des 
Silanion. Welckeris Lesart wird durch eine mir vorliegende Zeichnung bestätigt. 
[Simon 
Dass die Inschrift SIÄIO N PILEITAIENO 19117173 HPONOV auf einer jetzt im
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.