Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Maler. Die Architekten. Die Toreuten. Die Münzstempelschneider. Die Gemmenschneider. Die Vasenmaler
Person:
Brunn, Heinrich
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1199232
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1199968
alygm 
seine 
Zeitgenossen. 
legt ward. Er nennt diese Form des Panzers zu seiner Zeit ungewöhnlich; und 
führt die Darstellung derselben in den beiden Gemälden offenbar als eine Sel- 
tenheit an. Führt nun hier die Zusammenstellung mit Polygnot ebenfalls wieder 
auf die ältere Zeit, so scheint darauf nicht minder das ganze Gemälde zu deuten. 
Die Rüstungsscene stand gewiss im nächsten Zusammenhange mit dem Kampfe 
bei den Schiffen; die Composition scheint daher der älteren mehr epischen 
Weise. wie wir sie aus den delphischen und attischen Gemälden des Polygnot 
und seiner Genossen kennen, angehört zu haben, wodurch es möglich ward, den 
Kampf in (len verschiedenen Stadien seiner Entwickelung in einer Reihe von 
einzelnen, aber doch zusammengehörigen Scenen darzulegen. 
Von einem andern Maler aus Samos, Agatharchos, so wie von einem 
Künstler Kleinasiens, Dionysos aus Kolophon, ist bereits früher gehandelt 
Ygorden. Ausserdem gehört nach Kleinasien und zwar gegen das Ende dieser 
eriode: 
Euenor aus Ephesos, Vater und Lehrer das Parrhasios, nach Plinius 
(35, 60) zwar schon selbst ein tüchtiger Künstler, aber doch den glänzenden 
Gestalten der folgenden Periode nicht vergleichbar. 
Von Malern des eigentlichen griechischen Festlandes sind nur noch nach- 
Zlltragen; 
Euripides, der tragische Dichter, Welcher in seiner Jugend die Malerei 
geübt haben soll; man zeigte sogar einige Bildchen von ihm in Megara: Suid. 
S- V. und die Vita bei Elrnsley: Eurip. Bacch. p. 178 und Allg. Schulzeit. 
1828, S. 9. 
lphion aus Korinth. Auf ihn beziehen sich zwei Epigramme (Anall. I, 142, 
n- 79 u.  Welche dem Simonides beigelegt werden; 0b dem älteren, welcher 
01. 78, 1 starb, oder dem jüngeren, der gegen die Zeit des peloponnesischen 
Krieges lebte, lässt sich nicht mit voller Bestimmtheit ausmachen. 
In Unteritalien und Sicilien sind die ältesten uns bekannten Maler Dam 0- 
Pllilos und Gorgasos, welche in dem Ol. 71, 4- geweiheten Tempel der 
Ceres beim Circus Maximus in Rom beschäftigt waren: Plin. 35, 154. Ueber 
Sle- ist schon bei Gelegenheit der alt-italischen Plasten (Th. 1, S. 370) gespro- 
Chen und die Vermuthung geäussert worden, dass der erste von ihnen vielleicht 
mit Demophilos von Himera in Verbindung stehe, welcher nach Einigen für 
den Lehrer des Zeuxis galt (v. m.  Ausserdem kennen wir nur noch: 
Sillax von Rhegion, der nach Polemon bei Athenaeus (V, p. 210 B) 
schon VOn Epicharmos und Simonides erwähnt wird, also mindestens vor Ol. 78 
thätig war. Er hatte in Phlius die polemarchische Stoa mit Gemälden ge- 
schmückt; doch wissen wir darüber nichts als dass in einem derselben ein 
Untersatz und darauf ein Pokal (äyyvärjm; xal äri aünfg xürcsÄÄnv) abgebildet War. 
Von unbekanntem Vaterlande sind G ephiso d orus und Erillus, welche 
Plinius (85, 60) als tüchtige Maler in der 9Osten Olympiade anführt. Der 
Name des zweiten ist nach Silligs Meinung vielleicht Herillus zu schreiben. 
Nahe liegt der Verdacht, dass ein Bildhauer der 9Osten Olympiade, dessen 
Name in den Handschriften des Plinius (34, 49) gleichfalls verderbt ist, Perelius 
Oder Perellus, mit diesem Maler identisch sei.
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.