Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Maler. Die Architekten. Die Toreuten. Die Münzstempelschneider. Die Gemmenschneider. Die Vasenmaler
Person:
Brunn, Heinrich
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1199232
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1204517
Vasenn 
mit leichter Keule in der Rechten, und im Laufen sich umblickend, wobei er 
sich durch die über den linken Arm gehängte Chlarnys gegen einen AngriH zu 
decken scheint; ringsherum ö nafg xakdg. Die gewöhnliche Inschrift am Fusse, 
über den bemerkt wird, dass er vielleicht nicht ursprünglich zur Vase gehöre, 
indem die Paläographie des Namens und der Inschrift des Innenbildes ver- 
schieden seien. Allein der mehr archaisirende Styl des letztern unterscheidet 
sich gleichfalls Klon dem der Aussenbildei" und der Vergleich der ersten Figur 
mit einer entsprechenden auf N. 11, und vielleicht der zweiten mit einer andern 
auf N. 10 scheinen für die Richtigkeit der Zusammensetzung zu sprechen. 
Nur ein lnnenbild haben die folgenden Trinkschalen: 
141) Aus Vulci, einst bei Canino (Mus. etr. n. 1513): ein nackter Mann auf 
einem Felsen sitzend, mit einem Horn in der Hand. Die Inschrift lautet nach 
der Tafel bei Ganino FANQAIOS EPOIESEN (nicht 9, wie de Witte angiebt). 
15) Im Museum Casuccini zu Chiusi, ungenau abgebildet im Mus. Ghius. 
725 II, t. 133: nicht eine Frau, sondern ein nackter Jüngling mit einem Becher 
auf der Rechten, im Vorschreiten sich umblickend. Rings herum die Inschrift. 
16) Aus Vulci, einst bei Canino: ein nackter Mann mit dem Unterkörper 
in einem Bade stehend (nach Panofka n. 12, halb von einer Blauer verdeckt), 
auf dessen Rand mit schwarzen Buchstaben die Inschrift FAJXTOAOIS EFOIE- 
SEN gemalt ist (so nach de Witte, nicht änozs oder änotet, wie Clarac p. 165 
und 264 angiebt): [Dubois Vases de Canino n. 239]. 
 17) Aus Etrurien, im berliner Museum (n. 1665): ein Pferd, in der Mitte 
stark restaurirt; um dasselbe herum PAATZTAOS (so) EPOIESENI Panßfka 
Taf. 1. 
18) Aus Vulci: ein bärtiges Gorgoneion und um dasselbe herum die In- 
schrift HANWAIOS MEFOIESEIV: Bull. d. Inst. 1844, p. 100. 
Unter den Gefässen von anderer Form steht vereinzelt da: 
19) Ein Stamnos (Olla) aus Gaere, im britischen Museum (n. 789): Hera- 
kles, HEPAKLE  nackt mit Acheloos, A-i-ELOIO?  ringend, dem er sein 
grosses Horn von der Stirn zu brechen im Begriff ist. Acheloos ist mit mensch- 
lichem Oberkörper bis zur Brust gebildet, an welche sich ein grosser Fischleib 
anschliesst. Darüber KIIANÜ     EFOIEI  R Ein nackter bärtiger Satyr, die 
Doppelflöte blasend und ihm gegenüber eine Bacchantin, OPEIOVA  lang- 
bekleidet, mit einem Pantherfell über den Schultern, einem, epheilbekränzten 
Pileus auf dem Haupte, und in der Rechten einen thyrsusartigen Baumzweig, 
in der erhobenen Linken Krotalen haltend: Gerhard Auserl. Vas. II, T. 115; 
Panofka T. 5. 
Ebenfalls aus Caere stammen (20-21) zwei Amphoren der Gampanaschen 
Sammlung (Ser. VllI, n. 70. 71), die sich in der Form und zum Theil in der 
Vertheilung des Bilderschmuckes denen des Nikosthenes anschliessen, allerdings 
mit dem Unterschiede, dass die Figuren roth und in einem mit den bisher be- 
trachteten Vasen übereinstimmenden Style ausgeführt sind: 
20) In der Mündung" schöne Palmettenverzierung; auf den Henkeln je ein 
nackter Krieger mit dem Helm auf dem Haupte; auf dem Halse eine kurzbe- 
kleidete Figur (mit enger Jacke und kurzem Rock) ohne Andeutung der weib- 
726 liehen Brust, aber mit Frauenmütze und Armband, in jeder Hand einen Del-
        

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