Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Maler. Die Architekten. Die Toreuten. Die Münzstempelschneider. Die Gemmenschneider. Die Vasenmaler
Person:
Brunn, Heinrich
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1199232
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1204494
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Vasenmaler. 
nackte Männer in lebendiger Bewegung, einer davon mit einer grossen Am- 
phora, ein anderer mit einem Weinschlauch. Unter dem einen Henkel eine Birne. 
Innen ein tanzender Krieger, sehr ergänzt. Auf dem Rande des Fusses FAN- 
(DAIOS EFOIESEZV. Buchstaben, die keinen Sinn geben, finden sich auch zwi- 
schen den Figuren. Wahrscheinlich ist diese Schale die fragmentirte Cande- 
lorfsche, also aus Vulci, deren Fuss mit der Inschrift Gerhard I-lapp. vulc. n. 
712 erwähnt. 
2) Aus Vulci, im britischen Museum (n. 834-): A. Ein nackter bärtiger 
Mann wird von zwei geflügelten Dämonen von der Erde aufgehoben. Sie sind 
gerüstet mit Harnisch, Schwert, Helm und Beinschienen, und wahrscheinlich 
als Schlaf und Tod zu erklären (nach Anderen als W'indg'ötter), welche den 
Leichnam des Memnon entführen. Demnach würde die Frauengestalt in leb- 
hafter Bewegung auf der einen Seite für Eos zu halten sein, während auf der 
andern Seite Iris mit dem Heroldsstab herbeicilt. B. Sieben Amazonen, die 
722 sich zum Kanipfe bereiten, zwei darunter als Bogenschützen gerüstet, die mitt- 
lere im Begriff, sich die Beinschienen anzulegen, die übrigen in mehr oder min- 
der schwerer Bewaffnung: Innen ein Silen mit dem Trinkhorn. Am Fusse die 
Inschrift I'A]_VQAIOS EPOIESIJN: Birch in der Archäologia XXIX, p. 139 sq.; 
Gerhard Aus. Vas. III, 221-222; Panofka, der Vasenbildner Panphaeos Tat. 4- 
(Berl. Akad. 184-8). 
8) Aus Vulci, einst bei Baseggio ltlat. of vases n. 15]: auf jeder Seite der 
beiden Henkel, und mit den Köpfen diesen zugewendet, je ein geflügeltes Boss; 
auf den von ihnen freigelassenen Feldern der beiden Aussenseiten, je vier zum 
Kampfe sich rüstende und ausziehende Krieger und 6 rraig zaÄdg. Innen ein 
im Laufen sich umblickender Silen mit Schlauch und Trinkhorn, und rings he- 
rum die Inschrift, wie 1: Panofka T. 2. 
4-) Aus Vulci, früher bei Durand (n. 117), jetzt im britischen Museum 
(n. 817): Flügelrosse, wie in N. 2, aber in entgegengesetzter Richtung; zwischen 
denselben: A. Der bärtige langbekleidete Dionysos mit zwei Rehfellen über 
den beiden Armen zwischen zwei nackten bärtigen Satyrn, alle in leben- 
diger Bewegung; 13. Krotalistria zwischen zwei tanzenden Satyrn. Zwischen 
den Figuren sehr zahlreiche Inschriften ohne Sinn. Um den Fuss herum der 
Name des Künstlers, wie in N. 1: Panofka T. 3. 
5) Aus Vulci, im britischen Museum: A. Ein Krieger seinen Gegner 
tödtend und zwei andere, Lanzen gegen geflügelte Bosse werfend; B. sieben 
Silene, wovon fünf aus Amphoren zechen, zwei ithyphallische tanzen; innen 
ein Krieger mit einem Pferde. Die Inschrift am Fuss, wie N. 1: Panofka 
S. 220, N. 4-. 
6) Aus Vulci, früher bei Canino, später bei Blacas: A. Ein bärtiger Mann 
mit kurzem Chiton und Petasus (für Hermes erklärt), auf einem Felsen sitzend 
und die Leier spielend; dabei die Inschrift JYOS  VN9IOSEFOIENOSENON 
(oder IION); B. drei ithyphallische Satyrn und drei Mänaden. Innen eine nackte 
Frau in obscöner Stellung, in jeder Hand einen Phallus haltend; rings herum 
FANOAIOS ISFOIESEAT Mus. etr. de Canino n. 1303; de YVitte Gat. etr. n. 17- 
Dass die erste Inschrift, wie die zweite, einen Künstlernamen enthält, scheint 
723 nicht zu bezweifeln, doch ist er, wie so manche andere gerade auf Trinkschalen,
        

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