Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Maler. Die Architekten. Die Toreuten. Die Münzstempelschneider. Die Gemmenschneider. Die Vasenmaler
Person:
Brunn, Heinrich
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1199232
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1204488
Alphabetisches 
Verzeichniss. 
Hirsch und einen Panther, der diesen zu zerfleischen sich anschickt. Daneben, 
wie auch neben dem Viergespann, ein Baum. Der Name des Künstlers findet 
sich am Fusse. 
Endlich 51) erwähnt YVelcker (Rhein. Mus. N. F. Vl, S. 393) ein lekythos- 
ähnliches Gefäss aus Vulci bei Baseggio in Rom mit einem schönen weiblichen 
Kopfe in Hochrelief und der gewöhnlichen lnschrift. 
Die Hauptmasse der Vasen des Nikosthenes besteht nach obigem Ver- 
zeichnisse aus kleinen Amphoren und aus Trinkschalen. Wie sich diese aber 
der Form nach scheiden, so noch unter einem andern Gesichtspunkte, welcher 
weit auffallender ist. nämlich nach den Fundorten. So weit unsere Nachrichten 
reichen, stammen die Amphoren, wenigstens die von eigenthümlicher Form, 
ohne Ausnahme aus Caere, die Trinkschalen aus Vulci. Wir dürfen demnach 
die Fabrik des Nikosthenes nach keinem der beiden Orte verlegen, sondern je 
nach dem Geschmacke und der Mode derselben scheint die eine Klasse von Ge- 
fässen hierhin, die andere dorthin von auswärts eingeführt worden zu sein. 
Nos(?)ynthios  s. Panphaeos N. G. 
[Oenieus  
In den Schriftzügen einer Vase aus Anzi NTOI ESEOI NIES glaubte Minervini 
(Bull. nap. l [1843], p. 27) eine Künstlerinschrift EUOlESlfOlNlES zu ent- 
decken. Hit Recht bemerkt jedoch de Witte (p. 387), dass sich diese Züge 
neben einer bacchischen Darstellung und neben anderen bacchischen Ausrufen 
finden, so dass sie theils sich diesen anschliessen, der Name OINIES aber sich 
auf einen Satyr beziehen möchte] 
Onesi mos, s. Etiphronios. 
Panphaios. 
Der Name dieses Künstlers tinrlet sich auf den Vasen in sehr verschiedener 
Weise geschrieben, ohne dass es gerechtfertigt wäre, deshalb auf eine Ver- 
schiedenheit der Person zu schliessen. Er lautet theils Panthaios, theils Pan- 
phaios, daneben aber auch Panphanos, Phanphaios, und auf denselben Künstler 7 
werden wir auch den auf zwei Vasen vorkommenden Pamaphios beziehen dürfen. 
Da nach Letronne [Rev. arch. V, 1, p. 126] die Form Panthaios gegen die Ge- 
setze der griechischen Sprachbildung verstösst, dazu auch 9, 8 und (D leicht 
aus Nachlässigkeit verwechselt werden konnten, so wird Panphaios als die 
Grundform des Namens betrachtet werden müssen, dessen Bildung von Boeckh 
(bei Panoika: über den Vasenbildner Panpliaios, Berl. Akad. 1848, S. 225 ff.) 
ausführlich gerechtfertigt worden ist. Die übrigen Formen erklären sich leicht 
theils aus der Nachlässigkeit des Malers, theils aus den Hodificationen der Aus- 
sprache des gewöhnlichen Lebens. 
Unter den Gefässen dieses" Künstlers überwiegen der Zahl nach die mit 
rothen Figuren und unter diesen wiederum die Trinkschalen, mit deren 
Beschreibung wir beginnen: 
1) In München (N. 4-39): A. Herakles knieeud mit dem Löwen ringend; 
über diesem an einem Oelbaum hängt der Köcher, hinter Herakles Schwertrund 
Mantel. Rechts eilt nach der Mittelgruppe zurückblickend ein Jüngling davon, 
links ebenso Athene; noch weiter links kniet ein bärtiger Krieger mit Helm 
und Lanze. Die Mittelgruppe ist grösser als die übrigen Figuren. B. Fünf
        

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