Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Maler. Die Architekten. Die Toreuten. Die Münzstempelschneider. Die Gemmenschneider. Die Vasenmaler
Person:
Brunn, Heinrich
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1199232
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1204407
Verzeichniss. 
Alphabetisches 
483 
ein; E    EPA, die voranschreitet, blickt nach ihr um; es folgt NIOPH, 0b 
iVzdßvg, Gäamönr; oder Alzlxtönn? In der dritten Scene, welche sich wieder an 
die erste anscbliesst, finden wir dieser zunächst hinter Klytios eine weibliche 
Figur mit geschmückter Kopfbinde sitzend, ÄITSIE. Gegen sie zu bewegen 
sich mehrere Jünglinge, mit Chlamys und Petasus auf dem Rücken, Schwert 
und zwei Speeren. Der vorderste, AIMIOGISQAY, blickt nach dem zweiten, OI- 
NEYS, zurück, der mit lebendiger Geberde die Hand gegen ihn ausstreckt. 
Von den drei übrigen Jünglingen wendet sich der erste, die Rechte wie zur 
Ertheilung eines Befehls ausstreckend, gegen den ruhig dastehenden Dritten, 
gegen welchen auch der mittlere, der unhewaffnet auf seiner Chlamys sitzt, ge- 
richtet ist. Den Namen des ersten las Gerhard KAYBLTENOE, de Witte EV- 
IVIENÜE, den des sitzenden Gerhard ANnoXog, de Witte (DAQN; des dritten 
Gerhard IFPOmnQN, de Witte JCIJVEIFFOZI. Puhlicirt ohne Namen, z. B. bei 
Millin Gal. myth. t. 94, 385; mit den Namen von Gerhard Vase lde Midias, 
Berl. 1840. Vgl. Jahn Arch. Aufs. S. 132; Arch. Zeit. 1851, S. 436; 1854, S. 299. 
Natikydes, s. Arydenos. 
Neandros. 
Vulcentische Schale, einst im Besitze des Fürsten von Ganino; im Innern Hera- 
kles, den Löwen niederwerfend, Iin schwarzen Figuren; aussen auf beiden 
Seiten in schwarzer Schrift wiederholt: ATEANÄPOS EPOIESEN: de Witte, 
p. 483.  
Nikosthenes. 
Von keinem Vasenmaler oder Fabrikanten haben sich so viele Werke erhalten, 709 
als von Nikosthenes, und keines andern Werke treten so charakteristisch aus 
der Masse der übrigen Vasen heraus, als in der Mehrzahl die seinigen, freilich 
mehr durch lilanierirtheit, als durch künstlerisches Verdienst. Die ganze Be- 
handlung ist meist ausgesprochen decorativer Art und daraus erklärt es sich, 
dass hinsichtlich der Gegenstände seinen Werken nur selten ein besonderes 
Verdienst zukommt. Wir ordnen seine Werke nach der Stylart, indem wir die 
mit schwarzen Figuren voranstellen, sodann nach den Formen der Gefässe, 
indem namentlich eine derselben charakteristisch und ihm eigenthümlich ist. 
Es sind kleine Amphoren, etwa einen Fuss hoch, mit schwarzen Figuren, die 
sich durch dünne und breite bandartige Henkel unterscheiden, auf deren Aussen- 
seite Figuren angebracht sind. Mit Ornamenten oder, wenn auch seltener, mit 
Figuren ist an diesen Gefässen in der Regel auch die innere Mündung verziert, 
sodann der Hals, und endlich der Körper selbst in mehreren Streifen. Häufig 
sind diese durch dünne Ringe in Relief getrennt. Doch nimmt die Malerei zu- 
weilen auf diese keine Rücksicht, so dass die Figuren über sie hinweglaufen. 
Solche Amphoren sind: 1) einst bei Baseggio in Rom: auf den Henkeln 
je eine Sirene; auf dem Halse je ein Satyr und eine Bacchantin; auf dem 
Körper: Herakles und der Löwe; dabei Hermes und Iolaos, auf beiden Seiten 
wiederholt; einmal mit der Inschrift NIKOSÜENES EPOIESEN 1 [CataL of vases 
by Baseggio n. 47]; de Witte p. 487. 
2) Bei Campana (Ser. VIII, n.  in der Mündung gelbe Ornamente auf 
schwarzem Grunde; auf dem Henkel je eine verschleierte Frau, in der Linken 
eine Blume emporhaltend: am Halse eine weibliche kurzbekleidete und geflügelte
        

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