Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Maler. Die Architekten. Die Toreuten. Die Münzstempelschneider. Die Gemmenschneider. Die Vasenmaler
Person:
Brunn, Heinrich
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1199232
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1204396
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Vasenmaler. 
Die 
Meidias. 
 Bekannt durch eine Hydria im britischen Museum, reich verziert mit Figuren 
in schönem, freiem und noch nicht entartetem Styl unteritalischer oder sicili- 
scher Gefässe, und mit zahlreichen lnschriften, die erst lange nach der Bekannt- 
machung der Bilder von Gerhard entdeckt und nachher, aber ohne Vergleichung 
der Gerhard'schen Gopie von Lenormant und de Witte gelesen wurden. Im 
707 Hauptbilde (dem obern Henkel gegenüber) finden wir den Raub der Leukippi- 
den dargestellt; im Gentrum der oberen Figurenreihe auf einer Säule das alter- 
thümliche Bild der Artemis mit dem Modius; ihr zur Seite (links vom Beschauer) 
Polydeukes, FOAVAEVKTPIE, auf seinem davon eilenden Viergespanne Hila- 
eira, EAEPA, entführend. Entsprechend harrt auf der andern Seite noch ruhig 
ein anderes Viergespann mit dem Vtlagenlenkei" XPTEIFFUE, der nach der 
Gruppe unter dem Bilde der Göttin lylickt, wo Kastor, KAEETQP, die sich 
sträubende Eriphyle, EPIIIJVAH, umfasst. Beide Dioskuren und der Wagen- 
lenker tragen reich gestickte Gewänder und einen Myrthenkranz im Gürtel". 
Unter dem Gespanne des Polydeukes sitzt am Ende, halb bekleidet und mit 
dem Scepter, Zeus, IEVE, nach dem Centrum blickend; auf ihn eilt AFTZIIH 
(Z-lylotta vermuthet Jahn) zu, während Ghryseis, ATAVEEIE, knieend nach der 
Mitte gewendet ist, wo an einem Altar. neben dem ein Bäumchen steht, Aphro- 
dite, AIDPOJITII, sitzt, nach der Gruppe des Kastor blickend. Unter seinem 
Gespanne ist nur eine Figur sichtbar, nämlich Peitho, PEIOQ, vom Schauplatz 
wegeilend, der auf jeder Seite durch einen niedrigen Baum begrenzt wird. Ueber 
dem Bilde ZIIEIAIAEEPOIIJEEN. Unter diesem Gemälde findet sich, durch 
einen Mäanderstreifen getrennt, eine zweite Figurenreihe, die rings um das Ge- 
fäss herum läuft, aber in drei Abtheilungen zerfällt. Im Mittelpunkt erscheint 
der Hesperidenbaum mit dem Drachen. Ihm naht sich JYPYEOOEJHIE, auf 
deren Schulter AEEFEIPOFH sich stützt (so de Witte wohl richtiger als Ger- 
hard Aatxagägq). Hinter ihr sitzt (Athene) Hygiea, VIÄIEA, mit dem Speer, 
nach der Mitte blickend, aber mit dem Körper gegen einen Jüngling, KLT- 
TIOZ, mit Ghlamys und zwei Speeren gewendet, hinter dem hier die Scene 
mit einem niedrigen Baume abschliesst. Auf der andern Seite des Drachen er- 
blicken wir neben einem andern Bäumchen MXIIFÄPJI, nach Herakles, HPA- 
KAI-IX, sich umblickend, der in jugendlicher Bildung, das Schwert an der Seite, 
die Rechte auf die Keule gestützt, auf seinem Löwenfell sitzt, nach der Mitte 
gewendet. Iolaos, IOAEQE, hinter ihm, mit Chlamys und Petasus auf dem 
Rücken und zwei Speeren in der Rechten, blickt wie im Weggehen nach der 
Mitte zurück.  Die hier sich anschliessende Scene besteht aus fünf Figuren: 
708 am weitesten von lolaos entfernt sitzt ein König mit Diadem, Mantel und Scepter: 
A     2'. Die Gegenwart der Medea hatte früher hier den Aeätes erkennen 
lassen, während jetzt (vgl. Arch. Zeit. 1856, S. 190) Aigeus in Vorschlag ge- 
bracht worden "ist. Je nach der Entscheidung über diesen Namen muss sich 
die über den folgenden gestalten, der einem vor dem Könige stehenden Jüng- 
linge mit Ghlamys, Schwert und zwei Lanzen angehört: (DIAOKTHTHE ist 
hier nicht der bekannte Freund des Herakles, sondern „Habegern", entweder 
Iason oder Theseus. Unter den folgenden drei Frauen nimmt Medea, MHJEA, 
in orientalischem Gostüme mit einem Kästchen in der Irland, die mittlere Stelle
        

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