Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Maler. Die Architekten. Die Toreuten. Die Münzstempelschneider. Die Gemmenschneider. Die Vasenmaler
Person:
Brunn, Heinrich
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1199232
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1204383
Alphabetisches 
Verzeiehniss. 
481 
Kylkos? 
Auf einer nolanischen Diota bei Gargiulo Racc. 1I, 40 mit den Bildern eines 
lanzenwerfenden Kriegers und (ßu) eines Schleuderers glaubte Panofka (Arch. 
Zeit. 1850, S. 191) auf der einen Seite die Inschrift APÄOSKAAoS, auf der andern 
KYJKOS  zu lesen. Ob mit Recht, bedarf noch der Bestätigung. 
[Laides, s. Euergides] 
Laleos.  
Eine Trinkschale mit schwarzen Figuren aus Vulci sah ich 1847 in der Samm- 
lung Guglielmi in Civitavecchia: auf einer der Aussenseiten ein Tiger, darunter 
JIÄzIEOSITIEPÜIESEN, auf der andern ein Löwe, darunter _W;IAAEOSEI"OIE- 
SEN in ziemlich grossen Buchstaben. 
Lasimos. 
Sein Name findet sich auf einer grossen Amphora mit Masken an den Henkeln, 
welche schon durch diese Form, wie durch den Styl de-r Figuren sich als unter- 
italisch zu erkennen giebt und aus Canosa stammen soll. Den Mittelpunkt der 
Darstellung nimmt eine Frau auf einem Throne ein, welche durch die Geberde 
der erhobenen Rechten Trauer ausdrückt über den Verlust eines auf ihrem 
Scboosse ruhenden, durch eine Wunde in der Brust getödteten Knaben. Vor 
ihr steht ein vollständig gerüsteter bitrtiger Krieger, der den Schild zur Seite 
gestellt hat, während er die Rechte wie zur Begleitung würdevoller Rede er- 
hebt; hinter ihm sitzt ein nackter Jüngling mit zwei Speeren auf seiner Chla- 
mys. Auf der andern Seite des Thrones finden wir zwei stehende Jünglinge 706 
mit Speeren, der eine mit einer Binde, der andere mit einem Beutel oder Pi- 
leus in der Hand. Die obere Reihe der Figuren zeigt uns ein Viergespann in 
lebendiger Bewegung, gelenkt von einer geflügelten Frauengestalt mit einem 
Lichtscheine um das Haupt; Hermes in jugendlicher Bildung schreitet voran, 
während weiterhin ein leichtbewaffneter Jüngling ruhig wartend steht. Die 
Deutung, dass Andromache dargestellt sei mit dem Leichnam des Astyanax, der 
von Odysseus zur Bestattung abgefordert werde, unterliegt manchen Bedenken. 
Angemessener scheint es mir an die Weissagung des Amphiaraos beim Tode 
des Archemoros zu denken. Die Rückseite zeigt eine der gewöhnlichen Grabes- 
darstelltingen: einen Heros mit seinen Waffen in einem zweisäuligen Gebäude 
sitzend, ringsherum mehrere Frauen. Am I-Ialse findet sich ein Frauenkopf in 
der Mitte von Arabesken und ein sitzender Dionysos umgeben von sogenannten 
hermaphroditischen Genien. Die Künstlerinschrift findet sich über dem Vier- 
gespanne auf der Vorderseite und lautet nach dem Zeugnisse de XVitte's, der 
das früher in der vaticanischen "Bibliothek, jetzt im Louvre befindliche Original 
zu diesem Zwecke untersucht hat, LAEIÄIOE EFPAHJIE, während die frühere 
Lesung zwischen diesem Namen, JIAEIZVIOE, AAEIBIO)! und AIEIßIIOS 
schwankte. VVinckelmann Mon. in 143; Millin Vases peints II, 37-38; Gal. 
myth. 169; 611; Overbeck Gal. her. Bildw. T. 28, 1; Gerhard Lichtgotth. III, 4-. 
Lysias. 
Ein Giessgefätss der Gampanefschen Sammlung aus Caere ist ohne Figuren- 
schmuck und der schwarze Firniss ist nur durch einen schmalen rothen Streifen 
unterbrochen, auf dem die Künstlerinschrift gemalt ist. Sie lautet P YZIAZ- 
MEPÜIEZENI-IILIWIIJYONEI  Braun, Ann. d. Inst. 1855, p. 52. 
Brunn, Geschichte der griechischen Künstler. II. 2. Aufl, 31
        

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