Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Maler. Die Architekten. Die Toreuten. Die Münzstempelschneider. Die Gemmenschneider. Die Vasenmaler
Person:
Brunn, Heinrich
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1199232
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1204355
478 
Vasenmaler. 
(N. 1160). A. Ein Jüngling neben seinem Ross; oben  NOS; B. eine Frau 
mit einer Lanze; vor ihr ein behelmter Jüngling, im Begriff einen runden Schild 
701 aufzunehmen; dasselbe thut hinter der Frau ein anderer Jüngling mit Helm. 
Harnisch und Lanze; innen ein nackter Jüngling, vorwärts gebückt, der eine 
Hacke in beiden Händen hält; umher: I-IISzI-l- VLOS EFOIEBEN "Sehr sauber 
und fein, noch streng, aber anmuthig": Jahn.  4) Einst in Canincfs Besitz; 
jetzt im britischen Museum (n. 841); innen ein Bogenschütz und EIISLYVLOS 
EFOIESEN; aussen: A. ein nackter rennender Krieger zwischen zwei Palmen 
und zwei grossen Augen; B. vier nackte Athleten, einer von auffallender Dicke, 
in der Mitte zwischen ihnen ein Sessel, das Ganze zwischen zwei Palmen: QEI- 
AIPOS Eh PAIIJE  Mus. etr. de Canino n. 558; [Dubois Vases de Canino 
n. 204].  5) Aus derselben Sammlung, später in Magnoncoufs Besitz (n. 34); 
A. Herakles im Kampfe gegen zwei Kentauren, 1-I[SXI'LOS' EPOIESEN; 
B. Dionysos sitzend, zwischen zwei Satyrn; innen eine nackte Frau mit Kekry- 
phalos, in jeder Hand einen Phallus haltend; neben ihr ein Becken auf einem 
kleinen Dreifuss; im Felde ein Lekythos in Form eines Phallus; EFIKTETOS 
EPPAMZLPJN": Mus. etr. de Canino n. 1115; de Witte Cat. etr. 78.  Mit schwarzen 
Figuren im Innern und rothen in den Aussenbildern: 6) einst bei Baseggio 
in Rom, jetzt im britischen Museum (n. 814): aussen .1. ein Satyr mit Trink- 
horn und Pelta zwischen zwei Augen, und eben so B. ein Satyr mit. Pelta und 
Oenochoe, den Mund durch die Phorbeia verbunden; die Worte EFIKTETOS 
und EZIPASÜEN sind auf die beiden Seiten vertheilt: innen ein junger Reiter 
mit zwei Speeren; um ihn herum HISJYVLOS EFOIESEN: de Witte p. 414. 
 Die N. 3-5 sind vulcentisch, bei den anderen ist die Herkunft unbekannt. 
Ueher die Form des Namens vgl. C. I. 8165. 
H ypsis. 
Vulcentische Hydria mit rothen Figuren in strengem Style, jetzt in München (N. 4). 
Im Hauptbilde drei Amazonen im Augenblicke des Aufbruches zum Kampfe. 
Die vorderste I-II7'WOI"VLB' (statt Tiptnülnj), Schwert und Schild" ergreifend, 
blickt zurück nach der Zweiten ztNTliOFlabt, die etwas gebückt, die Lanze in 
der Linken, mit der Rechten die lange Trompete hält, aus der sie den Ruf zu 
pen Waffen ertönen lässt, weshalb Gerhard die über ihr befindliche Inschrift 
702 -l-EV-l-E als rsiixwy zu erklären versucht hat; hinter ihr steht ANzfPOßfA-l-E 
mit Speer und Helm in den Händen, während derSchild an ihren linken Fuss 
angelehnt ist. Vor der vordersten liest man die Inschrift: ILIVÜSIS I-JAPACDSEN. 
In dem oberen Bilde finden wir eine Quadriga mit ihrem WVagenlenker, darüber 
KALOS, davor -l-AIPE, während hinter ihr zwei nackte Jünglinge auf ihren 
Pferden neben einander folgen; hinter ihnen SIBJOS, vor ihnen NEPIOiS: Ger- 
hard Auserl. Vas. T. 103; Panofka I, N. 5. 
Kachrylion, 
wahrscheinlich nach einer Besonderheit der Aussprache immer Xaxgvliwv ge- 
schrieben. Die Vasen mit seinem Namen, so viel bekannt, bisher nur in Vulci 
gefunden, haben rothe Figuren in etwas strengem Styl, mit Ausnahme von 
1) einer Schale im Besitz des G01. M. Leake, die, sofern nicht ein Versehen des 
Berichterstatters obwaltet, mit einer schwarzen Figur im Innern verziert sein 
soll: einem Tänzer, der die Krotalen ertönen lässt, während der Beutel mit den
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.