Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Maler. Die Architekten. Die Toreuten. Die Münzstempelschneider. Die Gemmenschneider. Die Vasenmaler
Person:
Brunn, Heinrich
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1199232
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1204288
Verzeichniss. 
Alphabetisches 
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seum (n. 554): Achilles, A-l-IVEVS, gerüstet mit Brustharnisch, Schwert, Helm 
und Schild, im Begriff mit dem Speer Penthesilea, FENOESILEA zu durch- 
bohren, die mit einem Thierfell über dem kurzen Ghiton angethan und mit 
Schild, Schwert und Helm gerüstet, {liebend und fast zusammensinkend, zurück- 
blickt, um sich mit ihrem Speer zu vertheidigen. Hinter Achilles E-f-SEKIAS 
EFOIESE  vor ihm ONETOPIAES KAVOS. E. Dem bärtigen Dionysos, 
JIOJYITSOS, mit Epheuzweig und Kantharos steht ein nackter Jüngling, OI- 
NOPIOJV mit dem Giessgefäss in der Rechten gegenüber; hinter ihm E-l-SE- 
KIAS EFOIESE: Gerhard Auser]. Vas. T. 206; Panofka T. 2, 8-9. 
Ausser diesen Amphoren sind noch drei Trinkschalen bekannt: 5) in Mün- 
chen (N. 339): auf jeder der beiden Aussenseiten zwei grosse Augen; sodann 
unter und zur Seite der Henkel: A. drei vollständig gerüstete Krieger, ihre 
Lanzen schwingend gegen zwei andere in gleicher Stellung, während ein dritter 691 
einen nackten, zwischen den beiden Gruppen liegenden Todten an sich zu 
ziehen sucht; B. ähnliche Darstellung, nur mit dem Unterschiede, dass der 
Todte gerüstet ist und auch der dritte Krieger am Kampfe theilnimmt. Innen: 
zwischen sieben Delphinen im Felde fährt ein Schilf mit schwellendem Segel, 
in seiner Form sich gleichfalls der Form eines Delphins annähernd; darinnen 
ist der bärtige Dionysos mit dem: Trinkhorn gelagert, über dem zwei grosse 
über den Mast sich erhebende Weinreben mit Trauben eine Art Laube bilden. 
Die Künstlerinschrift E-l-SEKIAS EFOESE steht um den Fuss herum: Vases 
de-Canino t. 9; Gerhard Auserl. Vas. T. 49; Panofka T. 2, 10-12; Overbeck 
Heroengal. T. 18, 1.  Die zweite Schale 6) ebenfalls in München (N. 25) ist 
ohne Figuren nnd hat auf der einen, wie es scheint, allein erhaltenen Aussen- 
seite die Inschrift c 4-SEKIKASIEPOES.   7) bei Campana (Ser. I,  
aussen auf jeder Seite eine weidende Hirschkuh; darunter E-tSEKIASIME- 
POIESETIEVÜQ innen eine laufende weibliche Flügelgestalt, Gorgo oder Eris. 
Glaukytes. 
Allein findet sich der Name des Glaukytes auf zwei vulcentischen Trinkschalen: 
1) im berliner Museum (N. 1598), ohne Figuren: aussen A. FLAVKVTES 
EPOIESEN; B. TLAVKVES EFOIESVEN.  2) einst in E. Braun's Besitz, 
jetzt in England, auf den Aussenseiten mit sehr figurenreichen Kampfdarstel- 
lungen, schwarz auf gelbroth, geschmückt. Belebt werden diese, etwa je zwanzig 
Kämpfer umfassenden Scenen auf der einen Seite durch drei Viergespanne, auf 
der andern nur durch zwei, zu denen sich aber hier zwei Reiter, jeder mit zwei 
Bossen gesellen. Die sehr lebendige, aber wenig übersichtliche und im Detail  
sogar oft kaum verständliche Darstellung zeigt uns mehr das allgemeine Ge- 
tümmel der Feldschlacht, als einen bestimmten Moment der Entscheidung, durch 
welchen eine Beziehung auf ein bestimmtes mythologisches Facturn möglich 
würde. Unter dem einen Henkel finden wir die Inschrift AVAVK'VTES EP- 
OIESEN, unter dem andern HIPOKPITOS KAVISTOS: Bull. d. Inst. 18417, 
p. 124. 
Nicht minder Iigurenreich ist 3) die von Glaukytes in Gemeinschaft mit 
Archikles gefertigte vulcentische Schale mit schwarzen sehr alterthümlichen 
Figuren, jetzt in München (N. 333): „A. Theseus, GESEVS (r) mit langem 692 
Haar, ein Thierfell über den Chiton geknüpft, hat mit der Linken den vor ihm
        

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